Eppstein überlegt neue Regeln für Katzenhaltung
In Eppstein (Main-Taunus-Kreis, Hessen) wird derzeit darüber diskutiert, wie man besser mit freilaufenden und verwilderten Katzen umgehen kann. Viele dieser Tiere sind krank oder finden nicht genug zu fressen. Das führt dazu, dass Tierheime und Tierschutzvereine immer mehr Arbeit haben und das Geld knapp wird.
Ein mögliches Mittel gegen das Tierleid wäre eine sogenannte Katzenschutzverordnung. Das bedeutet konkret: Wer eine Katze hat, die nach draußen darf, müsste das Tier kastrieren, kennzeichnen und registrieren lassen. So soll verhindert werden, dass sich Hauskatzen unkontrolliert mit wilden Katzen vermehren. Außerdem könnte man Fundtiere so schneller ihren Besitzern zuordnen.
Es gibt jedoch auch Kritik an diesem Plan. Gegner sagen, dass eine solche Pflicht zu stark in die private Tierhaltung eingreift. Zudem müssten die Besitzer die Kosten für die Kastration und die Registrierung selbst tragen.
Der Magistrat der Stadt möchte das Problem am liebsten nicht alleine lösen. Er ist der Meinung, dass eine einheitliche Regelung für ganz Hessen besser wäre. Aktuell spricht das Hessische Ministerium des Innern mit den kommunalen Verbänden darüber, ob so ein landesweiter Schutz eingeführt wird. Eppstein will das Ergebnis dieser Gespräche erst einmal abwarten.
Bevor eine Entscheidung fällt, wird das Thema in der Politik besprochen. Am Mittwoch, den 9. September 2026, gibt es ab 19:30 Uhr im Rathaus I in Vockenhausen eine Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Dort wird ein Bericht zum aktuellen Stand vorgelegt. Später, am 17. September, berät dann die Stadtverordnetenversammlung über den Fall.
Sollte es keine landesweite Lösung geben, muss Eppstein selbst entscheiden. In diesem Fall wird die Stadt die Lage vor Ort prüfen und sich mit Tierheimen und Tierärzten abstimmen. Einige andere Gemeinden im Main-Taunus-Kreis haben solche Regeln bereits eingeführt.
Quelle: Eppstein – zur Originalmeldung