Eppstein investiert in Hochwasserschutz im Hollergewann
In Eppstein (Main-Taunus-Kreis, Hessen) wurde im Stadtteil Niederjosbach im Bereich des Hollergewanns ein neues Projekt zum Wasserschutz fertiggestellt. Die Stadt hat rund 10.000 Euro investiert, damit Regenwasser bei starken Güssen besser abfließt und nicht in die bewohnten Gebiete läuft.
Ein lokales Unternehmen hat dafür ein neues wasserführendes Rohr verlegt. Über dieses Rohr wird das Wasser nun gezielt abgeleitet. Damit das Ganze stabil bleibt, wurden am Ein- und Auslauf des Rohrs spezielle Wasserbausteine eingebaut und das Gelände drumherum angepasst. Danach wurde die Oberfläche der Wege wieder fachgerecht hergestellt.
Zusätzlich zum Rohr gibt es nun einen neuen Graben und mehrere Versickerungsmulden. Diese Mulden werden mit Steinen aufgefüllt, durch die das Wasser sickern kann. So wird das Regenwasser direkt vor Ort kontrolliert aufgenommen, anstatt unkontrolliert durch die Straßen zu fließen. Ein Schmutzfang sorgt zudem dafür, dass das System sauber bleibt.
Der Ausbau kommt zu einem wichtigen Zeitpunkt. Die Deutsche Umwelthilfe hat im Juli 2026 einen bundesweiten Hochwasser-Check veröffentlicht. Darin wird deutlich, dass viele Landkreise ein hohes Risiko haben. Zwar gehört der Main-Taunus-Kreis nicht zu den gefährlichsten Regionen Deutschlands, aber die engen Täler und vielen kleinen Bäche in Eppstein machen die Lage vor Ort riskant. Kleine Gewässer können bei Starkregen innerhalb weniger Stunden große Schäden an Häusern und Straßen anrichten.
Bürgermeister Alexander Simon betont, dass die Stadt bereits seit Jahren auf naturbasierte Lösungen setzt. Neben den neuen Mulden gibt es bereits Starkregengefahrenkarten, die seit 2024 öffentlich einsehbar sind. Diese zeigen genau, wo das Wasser bei extremem Regen hinfließt.
Die Stadt plant für die Zukunft weitere Schritte. Es sollen mehr Flächen entsiegelt werden, damit das Wasser wieder natürlich versickern kann. Zudem sollen weitere Rückhalteräume geschaffen werden. Über die Ergebnisse des Hochwasser-Checks der Deutschen Umwelthilfe wird die Stadtverwaltung in einer der nächsten Sitzungen berichten.
Quelle: Eppstein – zur Originalmeldung