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Ennepetal: Kluterthöhle hilft bei Atemwegserkrankungen und Long COVID

Copyright und Urheber siehe Ennepetal

Eine große internationale Studie zeigt nun, dass das besondere Klima in der Kluterthöhle Patienten mit Asthma, COPD und Long COVID hilft.

Die Kluterthöhle in Ennepetal (Ennepe-Ruhr-Kreis, Nordrhein-Westfalen) war in den letzten Monaten Teil einer großen wissenschaftlichen Untersuchung. Der Deutsche Heilstollenverband wollte wissen, wie die Therapie in solchen Höhlen bei chronischen Atemwegserkrankungen und Long COVID wirkt. Die Ergebnisse sind nun da und sie fallen positiv aus.

Insgesamt 208 Patienten aus Deutschland, Österreich und Italien haben an der Studie teilgenommen. Davon hatten 107 Menschen Asthma, 59 litten an COPD und 42 waren von Long COVID betroffen. Die Untersuchungen liefen in neun verschiedenen Therapiezentren ab, wobei die Kluterthöhle einer dieser Standorte war. Es war die bisher größte Studie dieser Art, die nach strengen wissenschaftlichen Regeln ablief.

Bei der Therapie geht es darum, dass die Patienten über drei Wochen lang fast täglich für etwa zwei Stunden in der Höhle verbringen. Das besondere Klima dort soll die medizinische Standardbehandlung ergänzen, ohne dass Medikamente eingesetzt werden. Die Ergebnisse wurden nun im Fachjournal „Scientific Reports“ veröffentlicht.

Die Daten zeigen konkrete Verbesserungen: Menschen mit Asthma konnten ihre Krankheit besser kontrollieren und fühlten sich im Alltag wohler. Bei COPD-Patienten gingen die belastenden Symptome zurück. Besonders deutlich war der Effekt bei Long-COVID-Betroffenen. Hier half die Therapie gegen Atemnot, steigerte die Belastbarkeit und verbesserte den Schlaf sowie die Angstzustände. Bei einigen dieser Patienten waren die positiven Effekte sogar drei Monate nach dem Ende der Therapie noch spürbar. Zudem wurde bei allen Gruppen die Kraft der Atemmuskeln stärker.

Bürgermeisterin Imke Heymann freut sich über den Beitrag der Stadt zu dieser Forschung. Die Höhle sei nicht nur ein Ziel für Touristen oder ein Naturerlebnis, sondern durch das Klima auch ein wichtiger Ort für die Medizin. Der Deutsche Heilstollenverband sieht in den Ergebnissen eine weitere Stärkung der wissenschaftlichen Belege für natürliche und ortsgebundene Heilverfahren.

In Deutschland gibt es insgesamt zwölf Heilstollenbetriebe, die im Verband zusammengeschlossen sind und bestimmte Qualitätskriterien erfüllen. Die Studie unterstreicht damit die Bedeutung der Kluterthöhle als ergänzendes Therapieangebot.

Quelle: Ennepetal – zur Originalmeldung

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