Engelskirchen bekommt über 600.000 Euro für Klimaschutz
In Engelskirchen (Oberbergischer Kreis, Nordrhein-Westfalen) soll es in Zukunft mehr Schatten und weniger Beton geben. Das Bundesumweltministerium unterstützt das Projekt „Begrünt, beschattet, entsiegelt und lebenswert“ mit rund 602.000 Euro. Insgesamt will die Gemeinde etwa 753.000 Euro investieren, um den Ort besser an den Klimawandel anzupassen.
Das Geld fließt in konkrete Arbeiten im Ort. So sollen Straßen und Schulhöfe entsiegelt werden, damit Regenwasser besser versickern kann. Zudem kommen Zisternen für das Niederschlagswasser und mehr Pflanzen auf Spielplätzen, Friedhöfen und Schulhöfen. Das Ziel ist, dass sich diese Flächen im Sommer nicht so stark aufheizen.
Auch die Natur kommt zum Zug. Ein kleines Gewässer wird renaturiert und ein Spielplatz soll in einen Naturerfahrungsraum verwandelt werden. Außerdem wird ein Wald-Klima-Lehrpfad gebaut. Damit die Insekten mehr Platz haben, wird das Projekt „Artenreiche Säume“ gestärkt. Dafür kauft die Gemeinde ein spezielles Mähanbaugerät, das insekten-schonend arbeitet.
Besonders die Jüngeren sollen mithelfen. Kinder und Schüler werden bei der Begrünung und beim Bau des Lehrpfades mit einbezogen.
Der Startschuss für die Arbeiten fällt im Januar 2025. Das gesamte Projekt soll bis Ende 2029 laufen. Parallel dazu arbeitet die Gemeinde an einem offiziellen Klimaanpassungskonzept. Dieses soll bis März 2025 vom Gemeinderat beschlossen werden. Damit wäre Engelskirchen die erste Kommune im Oberbergischen Kreis, die einen solchen Plan hat.