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Emmendingen: Angeblicher Fußball-Scout sprach Kinder auf Sportplatz an

Ein junger Mann gab sich auf einem Sportplatz als Talentsucher eines Proficlubs aus. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf, nachdem Eltern besorgt waren.

Am Samstagnachmittag gegen 15 Uhr passierte es auf einem Sportplatz im Rosenweg in Emmendingen (Landkreis Emmendingen, Baden-Württemberg). Ein Mann kam mit dem Fahrrad an und hatte ein Kind dabei, das er offenbar gut kannte. Er sprach Kinder an, die dort gerade Fußball spielten, und behauptete, er sei ein Scout eines Profi-Fußballvereins.

Der Mann filmte die Kinder beim Spielen. Danach ging er mit ihnen zu einem Supermarkt in der Nähe und kaufte ihnen dort Eis. Forderungen stellte er an die Kinder nicht. Zunächst wurde der Unbekannte als etwa 28 Jahre alt mit dunklen Haaren und einem osteuropäischen Akzent beschrieben.

Kurz darauf meldete sich jedoch ein 19-Jähriger bei der Polizei. Er gab zu, dass er die Person auf dem Sportplatz war. Der junge Mann erklärte, dass er keine bösen Absichten hatte und es sich bei seinem Verhalten um ein Missverständnis gehandelt habe. Die Polizei hat ihm eine Warnung erteilt.

Parallel dazu gab es Meldungen über einen ähnlichen Vorfall in Pfaffenweiler, wo ebenfalls ein angeblicher Talent-Scout Kinder angesprochen haben soll. Hier konnte die Polizei jedoch bisher keine konkreten Beweise oder Informationen finden.

Die Beamten nutzen den Fall nun für einen Appell an die Bevölkerung: Warnungen in sozialen Netzwerken oder per WhatsApp sollten nicht ungeprüft weitergeleitet werden. Man solle erst prüfen, ob die Informationen von offizieller Seite bestätigt wurden, um unnötige Panik zu vermeiden.

Nach aktuellem Stand der Ermittlungen hat der 19-Jährige keine Straftaten begangen. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Polizeipräsidium Freiburg – zur Originalmeldung

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