Emmelsbüll-Horsbüll: So funktionieren die Sirenen im Ernstfall
In der Gemeinde Emmelsbüll-Horsbüll (Kreis Nordfriesland, Schleswig-Holstein) gibt es verschiedene Sirenen-Signale, die jeder kennen sollte. Nicht jeder Ton bedeutet nämlich sofort Gefahr. Jeden Samstag um 12 Uhr gibt es einen kurzen Probealarm. Der Ton dauert etwa 12 bis 15 Sekunden. Das ist nur ein Test, damit die Technik nicht einrostet und die Funkmelder der Feuerwehr funktionieren. Für die Anwohner bedeutet dieser Ton gar nichts.
Wenn es drei kurze Töne gibt, mit jeweils 12 Sekunden Pause dazwischen, ist das der Feueralarm. Damit werden die freiwilligen Feuerwehrleute gerufen. Für die Menschen im Ort ist das ein Zeichen, dass gleich mehr Autos und Feuerwehrwagen auf den Straßen unterwegs sind.
Kritisch wird es bei einem Heulton, der eine Minute lang auf- und abschwillt. Das ist die Warnung der Bevölkerung. So ein Signal gibt es bei großen Gefahren, zum Beispiel bei einer drohenden Sturmflut, einem Großbrand oder wenn eine Bombe gefunden wurde. Wer dieses Signal hört, sollte Ruhe bewahren und sofort in ein Gebäude oder in die eigene Wohnung gehen. Fenster und Türen müssen zu, Klimaanlagen sollten ausgeschaltet werden.
Wichtig ist: In diesem Moment darf niemand den Notruf anrufen, um nachzufragen. Das blockiert die Leitungen für echte Notfälle. Stattdessen soll man schnell das Radio einschalten. Empfohlen werden regionale Sender wie NDR 1 Welle Nord, R.SH oder Antenne Sylt. Dort gibt es die genauen Anweisungen. Wenn die Gefahr vorbei ist, ertönt ein durchgehender Heulton für eine Minute. Das ist die Entwarnung.
Neben den Sirenen gibt es auch digitale Wege. Die Gemeinde nutzt Warn-Apps wie NINA, Katwarn oder BIWAPP. Wer kein Smartphone hat, kann sich bei Katwarn auch per SMS oder E-Mail anmelden, indem man die Postleitzahl an den Dienst sendet.