Eissportzentrum Möhnesee: Millionen-Sanierung gefährdet Betrieb
Über die Zukunft des Eissportzentrums Möhnesee (Kreis Soest, Nordrhein-Westfalen) wird derzeit heftig diskutiert. Die Halle ist über 70 Jahre alt und macht zunehmend Probleme. Deshalb haben sich Landrat Heinrich Frieling, die Bürgermeister von Möhnesee und Soest sowie Vertreter der Sportvereine im Kreishaus getroffen.
Das Hauptproblem ist das Geld. Der Betrieb der Halle ist ein Verlustgeschäft. Jährlich fließen rund 190.000 Euro an Zuschüssen in die Betriebskosten. Hinzu kommen etwa 60.000 Euro für die laufende Wartung. Insgesamt kostet die Halle den Steuerzahler also rund 250.000 Euro pro Jahr, und dieser Betrag steigt stetig an.
Besonders kritisch ist der bauliche Zustand. Es wird geschätzt, dass Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe nötig sind, um den Eissport langfristig zu sichern. Konkret geht es um 12 bis 15 Millionen Euro. Das Geld müsste vor allem in eine neue Kälteanlage, das Dach und die energetische Sanierung fließen.
Bisher gab es keine Erfolg bei der Suche nach Fördermitteln. Auch der Versuch, Geld aus der sogenannten Sportmilliarde zu bekommen, hat nicht funktioniert. Landrat und Bürgermeister sind sich einig: Die Summen sind für die Gemeinden und den Kreis einfach zu hoch. Die Haushalte sind bereits zu stark belastet.
Daher wurden die Vereine nun frühzeitig in die Gespräche einbezogen. Man hofft auf neue Ideen, wie die Halle trotzdem erhalten werden kann. Der Vertrag mit dem aktuellen Betreiber läuft zwar noch bis zum 31. Juli 2027, aber schon in diesem Jahr wird der Kreistag entscheiden, ob der Vertrag erneut verlängert wird.
Ob und wie eine Finanzierung für die Millionen-Sanierung zustande kommt, ist derzeit noch völlig offen. Die Ermittlungen nach einer tragfähigen Lösung dauern an.