Eisenberg verlängert Sanierung der Altstadt bis 2031
In der Altstadt von Eisenberg (Thüringen) geht die große Aufräumaktion in die nächste Runde. Eigentlich sollte das Sanierungsgebiet Ende 2021 auslaufen, doch der Stadtrat hat am 23. September 2021 entschieden: Die Maßnahmen laufen nun bis zum 31. Dezember 2031 weiter.
Seit 1992 wurde in der Innenstadt massiv investiert, um die historischen Gebäude und Straßen zu retten. Insgesamt flossen bereits rund 17,83 Millionen Euro in das Projekt. Den Großteil davon – etwa 13,88 Millionen Euro – steuerten der Bund und das Land Thüringen bei. Die Stadt selbst zahlte rund 3,95 Millionen Euro aus eigener Tasche.
Die Bilanz ist beachtlich: 162 Vorhaben wurden bereits umgesetzt. Das reicht von der Sanierung des Rathauses und der Stadthalle bis hin zu vielen Straßen und Plätzen, wie dem Markt oder der Wassergasse. Auch private Besitzer haben mitgezogen und fast 10 Millionen Euro in ihre Häuser gesteckt, oft unterstützt durch steuerliche Vorteile.
Trotz der Erfolge ist die Arbeit noch nicht fertig. Vor allem einige Straßenräume, wie das Leipziger Tor oder der Roßplatz, müssen noch gestaltet werden. Zudem gibt es immer noch etwa 70 Gebäude, die als unsaniert gelten. Die Stadt hofft hier weiterhin auf private Investitionen.
Für die nächsten Jahre plant die Stadt weitere Investitionen in Höhe von etwa 8,74 Millionen Euro. Davon sollen fast 8 Millionen Euro in die Sanierung von Straßen, Plätzen und Gassen fließen. Da die Stadt jährlich etwa 600.000 Euro investiert, wird geschätzt, dass die Arbeiten insgesamt noch bis zu 15 oder sogar 20 Jahre dauern könnten, je nachdem, wie hoch die Fördergelder ausfallen und wie stark die Preise steigen.
Für die Grundstückseigentümer in der Altstadt bedeutet die Verlängerung zwei Dinge: Einerseits können sie weiterhin steuerliche Vergünstigungen für Modernisierungen nutzen. Andererseits müssen sie am Ende der Sanierung einen sogenannten Ausgleichsbetrag zahlen. Dieser Betrag gleicht die Wertsteigerung des Bodens aus, die durch die öffentlichen Maßnahmen entstanden ist. Wer nicht bis zum Ende warten will, kann sich mit der Stadt auch auf eine vorzeitige Zahlung einigen, was oft Vorteile bei der Kalkulation oder beim Verkauf bringt.
Quelle: Eisenberg – zur Originalmeldung