Eisenach: Oberbürgermeister auf Streifzug durch die Innenstadt
Oberbürgermeister Christoph Ihling ist in Eisenach (Wartburgkreis, Thüringen) gemeinsam mit Leuten vom Ordnungsamt und einem Polizisten durch die Innenstadt gelaufen. Die Gruppe war in der Karlstraße, auf dem Karlsplatz und in der Bahnhofstraße unterwegs. Der Bürgermeister wollte sehen, wie die Lage vor Ort ist, und direkt mit den Bürgern sprechen.
In der Fußgängerzone gab es eine kleine Kontrolle: Ein Mann auf einem Mountainbike musste vom Rad absteigen. Zwischen 8 und 19 Uhr dürfen Fahrräder und E-Scooter dort nämlich nicht gefahren werden. Der Radfahrer kannte die Regel nicht, entschuldigte sich und schob sein Rad danach, als man ihn auf die Schilder am Eingang der Karlstraße hinwies.
Auch die Sauberkeit stand im Fokus. Die Ordnungskräfte fanden die Innenstadt insgesamt deutlich sauberer. Nur an einer Stelle in der Karlstraße fehlten Pflastersteine. Das wurde sofort an den Innendienst gemeldet, damit die Steine repariert werden.
Ein Thema war das Parken auf dem kleinen Nikolaiplatz zwischen Waldhausstraße und Bahnhofstraße. Eigentlich gilt dort ein Parkverbot, trotzdem standen dort Autos. Die Mitarbeiter vom Außendienst lassen kurzzeitiges Parken, etwa für einen schnellen Gang zur Apotheke, meist durchgehen. Wer sein Auto aber länger dort stehen lässt, muss mit einem Knöllchen rechnen. Oberbürgermeister Ihling schlug vor, den Platz künftig nur für Menschen mit Behinderungen als Parkplatz auszuweisen. Das wird nun geprüft.
In der Bahnhofstraße wird streng auf das Alkoholverbot geachtet. Bei 305 Kontrollen in diesem Jahr gab es 26 Verstöße. Das kostet die Leute je nach Fall bis zu 55 Euro oder sogar mehr. Da die aktuelle Regelung Ende des Jahres ausläuft, wollen die Verantwortlichen das Verbot verlängern.
Zusätzlich zu den Streifen nutzt die Stadt das Internetportal „Sag’s uns“. Dort haben die Bürger seit Jahresbeginn bereits 1585 Meldungen geschickt, zum Beispiel über kaputte Straßenlampen oder Lärm in der Nacht. Die Stadt prüft diese Hinweise dann vor Ort.
Auch der Verkehr wurde beobachtet. Die Tempo-20-Zone in der Stadt bewertet Ihling positiv, da die Autofahrer mehr Rücksicht auf die Fußgänger nehmen. Am Markt, bei der Georgenschule, bleibt ein Zebrastreifen bestehen, damit die Kinder sicher über die Straße kommen.
Um die Sicherheit zu erhöhen, setzt die Stadt auf eine enge Zusammenarbeit. Neben den gemeinsamen Streifen gibt es von Mai bis Oktober einen privaten Sicherheitsdienst und eine Kooperation mit der Deutschen Bahn im Bereich des Hauptbahnhofs. Zudem gibt es gezielte Kontrollen mit dem Jugendamt, um zu verhindern, dass Jugendliche E-Zigaretten kaufen.
Quelle: Eisenach – zur Originalmeldung