Eisenach: Neue Details zur Wartburgarena O1
Am Montag, den 17. August, lud Oberbürgermeister Christoph Ihling rund 150 Bürger zu einem Dialog direkt an der Baustelle O1 in Eisenach (Wartburgkreis, Thüringen) ein. Bei Getränken und Bratwürsten erklärten die Stadt und die Verantwortlichen, wie es mit der neuen Sport- und Veranstaltungshalle weitergeht.
Das alte Industriedenkmal O1 wird komplett umgebaut. Die markante Westfassade bleibt stehen und wird saniert. Im Inneren entsteht jedoch ein moderner Neubau. Die Kosten für das Projekt liegen bei 56,8 Millionen Euro. Ein großer Teil davon, nämlich 37,6 Millionen Euro, kommt aus Fördermitteln der EU, vom Bund und vom Land. Die Stadt Eisenach steuert 15,2 Millionen Euro aus eigener Tasche bei, weitere vier Millionen Euro gibt es über den Vorsteuerabzug zurück.
Die neue Arena soll eine Halle für alle sein. Sie bietet Platz für mindestens 4000 Menschen und erfüllt die Vorgaben der Ersten Handball-Bundesliga. Dort wird der ThSV Eisenach künftig seine Heimspiele austragen. Für den Schul- und Vereinssport kann die Fläche in drei kleinere Felder unterteilt werden. Zusätzlich gibt es im ersten Stock einen Mehrzweckraum mit 400 Plätzen.
Für die Anwohner wird es bald laut. Im Oktober 2026 beginnen die großen Abbrucharbeiten, die bis Februar 2027 dauern sollen. Schwere Maschinen reißen Decken und Stahlkonstruktionen ein. Der Beton wird direkt vor Ort zerkleinert und recycelt. In zwei Wochen wird es besonders laut werden, worüber die Stadt noch einmal separat informieren will. Um den Lärm zu begrenzen, gibt es feste Zeitfenster pro Tag. Am Wochenende wird nicht gearbeitet. Gegen den Staub soll Wasser eingesetzt werden.
Einige Bürger fragten, warum man von außen kaum Fortschritte sieht. Die Stadt erklärte, dass in den letzten Wochen vor allem im Keller unter der Westfassade gearbeitet wurde, da die alte Decke nicht mehr stabil war. Zudem stehen die Fundamente für zwei Treppenhäuser bereits. Eines davon bekommt einen Fahrstuhl.
Ein großes Thema waren die Parkplätze. Direkt an der Arena gibt es künftig nur 63 Stellplätze, davon 20 barrierefreie und 14 mit Ladestationen. Weitere Plätze direkt am Gebäude sind nicht geplant. Die Stadt prüft nun, ob es während großer Events Sonderregeln für Bewohnerparkplätze oder Parkverbotszonen geben muss. Im nächsten Jahr soll ein stadtweites Parkleitsystem helfen, die Suche nach freien Plätzen zu vereinfachen. In einem Umkreis von 750 Metern gibt es etwa 1000 Parkmöglichkeiten, etwa in der Uferstraße oder am Markt. Zudem stehen über 300 Fahrradplätze zur Verfügung.
Nach dem Abbruch folgen der Roh- und Innenausbau. Die Fertigstellung und die Inbetriebnahme der Halle sind für das Frühjahr oder den Sommer 2029 geplant.
Quelle: Eisenach – zur Originalmeldung