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Eisenach baut riesigen Campus für Berufsschüler

Gruppe von Menschen mit Spaten beim symbolischen Spatenstich vor einem modernen Gebäude und einem Schild Copyright und Urheber siehe Wartburgkreis

Der Wartburgkreis investiert 30 Millionen Euro in ein neues Bildungszentrum im Palmental. Drei bisherige Schulstandorte werden an einem Ort zusammengeführt.

Am 20. Juli 2026 wurde der Startschuss für ein großes Bauprojekt in Eisenach (Wartburgkreis, Thüringen) gegeben. Mit einem symbolischen Spatenstich begann die Erweiterung und Modernisierung des Berufsschulzentrums „Heinrich Ehrhardt“ im Palmental. Insgesamt fließen rund 30 Millionen Euro in das Projekt. Davon steuert der Wartburgkreis 24 Millionen Euro bei, weitere sechs Millionen kommen aus der Schulbauförderung des Freistaates Thüringen.

Das Ziel ist ein zentraler Campus. Bisher waren die Berufsschulen auf drei Standorte verteilt: im Palmental, in Siebenborn und am Nordplatz. Bis September 2028 sollen alle an einem Ort untergebracht sein. Dafür wird das bestehende Gebäude im Palmental komplett modernisiert und durch einen Neubau ergänzt. Die beiden Teile werden später durch einen Verbindungsgang verknüpft.

Auf dem Campus werden künftig etwa 1.400 Schüler in 77 Klassen unterrichtet. Es gibt verschiedene Schulformen, wie das Berufliche Gymnasium oder die Fachoberschule. Die Ausbildung deckt viele Bereiche ab, von Metall- und Elektrotechnik über Wirtschaft und Handel bis hin zu Pflegeberufen. Insgesamt entstehen rund 8.500 Quadratmeter Nutzfläche. Das Herzstück des Neubaus wird eine sogenannte Atriumschule mit einem großen, hellen Oberlicht, das als Treffpunkt für die Schüler dienen soll.

Besonders modern wird es in den Werkstätten. Neben klassischen Räumen für Holz- und Metalltechnik gibt es Hydrauliklabore und eine Fahrradwerkstatt. Ein Highlight ist die neue Lackierwerkstatt: Diese kommt in einem extra Containerbau und wird durch eine virtuelle Werkstatt ergänzt. Dort können die Schüler Lackiervorgänge erst einmal mit einer VR-Brille digital trainieren.

Einige Dinge passieren schneller: Das Labor für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik wird vorgezogen gebaut. Es soll schon zum Start des Schuljahres 2026/2027 genutzt werden, weil Fachkräfte in diesem Bereich dringend gesucht werden. Auch für Pflegeberufe gibt es Simulationsräume, in denen Krankenhaus-Situationen geübt werden können.

Die Planer haben auch an die Sicherheit und Barrierefreiheit gedacht. Der Neubau wird so hoch gebaut, dass er bei einem schweren Hochwasser (HQ100) nicht überflutet wird. Überall gibt es Aufzüge und breite Wege, damit jeder die Räume nutzen kann.

Während der Bauzeit geht der Unterricht weiter. Die Arbeiten im alten Gebäude werden deshalb so geplant, dass sie den Schulalltag kaum stören. Die alte Sporthalle wurde bereits im Mai 2026 abgerissen. Im Oktober 2026 soll der Rohbau starten. Für den Sport werden die Schüler künftig die nahegelegene Sportarena nutzen.

Quelle: Wartburgkreis – zur Originalmeldung

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