Eisenach baut Ganztagsangebot der Hörselschule massiv aus
An der Staatlichen Grundschule „Hörselschule“ in der Stedtfelder Straße (Eisenach, Thüringen) geht es jetzt richtig los. Am Dienstag, den 4. August, gab Schulleiterin Jana Halbig mit einem Glockenschlag das Startsignal für die Bagger. Zusammen mit Schuldezernent Ingo Wachtmeister feierte sie den symbolischen Beginn der Bauarbeiten an einem neuen Zwischenbau.
Das Herzstück der Pläne ist ein Multifunktionsraum mit etwa 100 Quadratmetern. Dieser wird auf der Rückseite des Schulhofs gebaut und verbindet zwei Gebäudeteile im Erdgeschoss. Zusammen mit dem Speiseraum, der ebenfalls nach hinten an die Stelle des alten Musikzimmers zieht, entsteht dort ein großer Bereich für Gruppenaktivitäten. Durch einen Durchbruch im bestehenden Gebäude wird eine Aula geschaffen, in der später Feste, Elternabende oder Aufführungen stattfinden können. Eine mobile Bühne ist bereits eingeplant. Dank einer Faltwand lassen sich der Essbereich und der Multifunktionsraum bei Bedarf auch trennen.
Auch beim Essen gibt es eine Aufwertung. Der Speiseraum wird modernisiert, ebenso wie die Küche und die Essensausgabe. Damit alles hygienischer wird, kommen neue Waschbecken für die Kinder hinzu. Im Untergeschoss werden zudem neue Toiletten eingebaut – hier laufen die Arbeiten bereits. Der alte Speiseraum im Keller wird künftig für den Werkunterricht genutzt.
Neben den baulichen Maßnahmen gibt es weitere Neuerungen in der Schule. Im Obergeschoss ist ein großer Raum für das pädagogische Personal schon fertig. Im Erdgeschoss sollen noch eine Bibliothek und eine Technothek entstehen. Außerdem gibt es einen neuen Arbeitsraum für die Hortkoordination und einen Bereich für Einzelförderungen.
Für die Ausstattung stehen rund 130.000 Euro zur Verfügung. Die Schule hat bereits einen „magischen Teppich“ gekauft, bei dem die Kinder Lernspiele über Beamer und Sensoren am Boden steuern. Außerdem gibt es nun 3D-Drucker, LEGO-Bausätze, Experimentierkästen, Musikinstrumente und neue Möbel für den Speisesaal.
Insgesamt kostet das Vorhaben rund 1,63 Millionen Euro. Das Geld kommt aus dem Förderprogramm „GanztagInvest“ von Bund und Land, wobei die Stadt Eisenach zehn Prozent selbst beisteuert. Alle Arbeiten sollen bis Ende 2027 abgeschlossen sein.
Quelle: Eisenach – zur Originalmeldung