Einbruch in Gelsenkirchener Sparkasse: Polizei holt Zeugen mit Zwang
Ende Dezember 2025 wurde in eine Sparkassenfiliale in Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen) eingebrochen. Seitdem arbeitet die Polizei unter dem Namen „Kernbohrer“ an der Aufklärung der Tat. Ein wichtiger Teil der Ermittlungen ist die Befragung der Menschen, die Schließfächer in der Filiale hatten und durch den Einbruch geschädigt wurden.
Die meisten Betroffenen haben bereits mit den Beamten gesprochen. Doch in 30 Fällen liefen die Einladungen der Polizei ins Leere. Die Menschen sind weder zu den Terminen erschienen noch haben sie die Angebote zur Vernehmung angenommen.
Deshalb greift die Staatsanwaltschaft Essen nun durch. Ab Montag, dem 3. August 2026, werden diese 30 Menschen von der Polizei zwangsweise vorgeführt. Das bedeutet, dass sie zur Aussage geholt werden, wenn sie nicht von sich aus kommen. Die Ermittler hoffen, so die Tat endlich lückenlos aufzuklären.
Parallel dazu wertet die Polizei weiterhin zahlreiche Spuren und Hinweise aus. Die Beamten suchen aber immer noch nach weiteren Informationen. Wer etwas über den Einbruch oder die Tatverdächtigen weiß, soll sich melden. Unter den Nummern 0209 365 8112 (montags bis freitags von 8 bis 15 Uhr) oder 0209 365 8240 kann man der Polizei helfen.
Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich die Tatverdächtigen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.