Eicklingen: Fahrer rast auf Polizistin zu
Es war Mitternacht, als eine Polizistin auf der B 214 in Eicklingen (Landkreis Celle, Niedersachsen) einen Pkw anhalten wollte. Sie hielt dem Fahrer einen elektrischen Anhaltestab entgegen. Doch statt zu bremsen, gab der Mann Gas. Er steuerte das Auto gezielt auf die Beamtin zu. Nur ein schneller Sprung zur Seite rettete die Polizistin vor dem Aufprall. Sie blieb glücklicherweise unverletzt.
Zwei Streifenwagen nahmen die Verfolgung sofort auf. Der Fahrer raste mit hoher Geschwindigkeit und völlig rücksichtslos durch Eicklingen in Richtung Paulmannshavekost. Er fuhr so extrem, dass die Beamten das Auto zeitweise aus den Augen verloren.
Die Fahrt endete schließlich in Paulmannshavekost. Dort fanden die Polizisten den Wagen in einem Gebüsch auf einem Resthof. Der Mann stieg aus und rannte zu Fuß in ein offenes Wohn- und Stallgebäude. Dort konnten die Beamten ihn schließlich stellen und festnehmen.
Bei der Kontrolle kam heraus, dass der 40-Jährige Betäubungsmittel genommen hatte. Zudem darf er gar nicht Auto fahren, da er keinen Führerschein besitzt. Auf Fragen der Polizei gab der Mann an, er habe eine Phobie vor Polizisten.
Nachdem die Beamten alles Notwendige erledigt hatten, wurde der Mann wieder entlassen. Die Polizei hat nun Ermittlungsverfahren gegen ihn eingeleitet. Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.