Eichenprozessionsspinner im Landkreis Heilbronn stark verbreitet
Im Landkreis Heilbronn (Baden-Württemberg) gibt es seit Mai viele Meldungen über Nester des Eichenprozessionsspinners. Forstunternehmer und Revierleiter bemerken die Tiere vor allem an Waldrändern sowie in lichten und jungen bis mittelalten Eichenwäldern. Dort tauchen die Nester derzeit flächig auf.
Die Raupen des Falters sind für Menschen gefährlich. Ab Mai bilden sie winzige Brennhaare aus, die ein Gift enthalten. Diese Härchen brechen leicht ab und fliegen mit dem Wind. Man muss die Raupen also gar nicht berühren, um eine Reaktion zu zeigen. Die Folge sind oft juckende Pusteln, rote Augen oder Reizungen in den Atemwegen. In seltenen Fällen kann es sogar zu schweren allergischen Reaktionen kommen.
Wer mit den Brennhaaren in Kontakt gekommen ist, sollte sofort die Kleidung wechseln und gründlich duschen. Die betroffene Kleidung muss separat bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Bei Problemen mit der Atmung oder den Augen sollte man sofort einen Arzt aufsuchen.
Für die Eichen selbst ist der Befall meist kein Problem. Die Bäume sind derzeit nur in Teilen der Krone befressen und treiben im Juni meist wieder aus. Das Forstamt wird deshalb keine Pflanzenschutzmittel einsetzen. Nur wenn die Bäume über längere Zeit stark befallen sind und gleichzeitig Trockenheit oder andere Schädlinge auftreten, werden die Eichen dauerhaft geschwächt.
Das Problem liegt also vor allem bei den Menschen und nicht beim Wald.
Quelle: Oedheim – zur Originalmeldung