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Ehrenmedaille für Helfer aus Lingen und Grafschaft Bentheim

Copyright und Urheber siehe Landkreis Grafschaft Bentheim

Hinrikus Ude vom Freundeskreis der Ukrainefahrer wurde für seinen Einsatz ausgezeichnet. Er bringt seit Jahren tonnenweise Hilfsgüter in die Ukraine.

Hinrikus Ude hat eine besondere Auszeichnung erhalten. Die ukrainische Oblast Tscherniwzi hat ihm eine Ehrenmedaille verliehen. Da ein Vertreter aus der Ukraine nicht persönlich kommen konnte, überreichten die Landräte Uwe Fietzek aus der Grafschaft Bentheim (Niedersachsen) und Marc-André Burgdorf aus dem Emsland die Medaille am 14. August 2026.

Der „Freundeskreis-der-Ukrainefahrer-Lingen“ ist schon lange aktiv. Die ersten Transporte starteten bereits 1992. Seit dem russischen Angriffskrieg im Jahr 2022 ist die Hilfe aber massiv gewachsen. Früher gab es ein bis zwei Fahrten pro Jahr, heute sind es bis zu 16. Allein im Jahr 2026 sind bereits elf Fahrten gestartet.

Die Zahlen sind beeindruckend: Seit 2022 haben die Helfer in 62 Transporten insgesamt 780 Tonnen Hilfsgüter in die Ukraine gebracht. Der Wert der Spenden liegt bei über 3,5 Millionen Euro. Geliefert wurde alles, was gebraucht wird: von Lebensmitteln und Verbandsmaterial über Rollstühle und Fahrräder bis hin zu Baumaterial und Fahrzeugen. Auch Schulmöbel waren dabei.

Finanziell wird die Initiative unterstützt. Die Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim haben 2022 einen Ukraine-Hilfsfonds aufgelegt. Von diesem Topf bekam der Freundeskreis zwischen 2023 und 2026 insgesamt 82.000 Euro. Für eine geplante Fahrt Mitte September gibt es weitere 3.500 Euro. Damit sollen die Kosten für den Transport und die Logistik gedeckt werden. Geladen sind wieder Schulmöbel für zwei Schulen in der Region Tscherniwzi.

Der Weg in die Ukraine ist jedoch gefährlich. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in das Land, da es täglich Luftangriffe mit Drohnen und Raketen gibt. Deshalb finden sich kaum deutsche Spediteure, die die Waren ins Landesinnere bringen. Hinrikus Ude löst das Problem mit einem ukrainischen Spediteur. Dieser fährt mit leeren Paletten nach Deutschland und nimmt die Hilfsgüter für die Rückreise in seine Heimat mit.

Die Region Tscherniwzi liegt im Südwesten der Ukraine und grenzt an Rumänien und Moldawien. Die Hilfe soll auch in Zukunft weitergehen, da der Krieg noch immer nicht beendet ist.

Quelle: Landkreis Grafschaft Bentheim – zur Originalmeldung

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