Eching verliert das Brass Wiesn Festival
Das Brass Wiesn Festival verlässt Eching (Landkreis Dachau, Bayern). Der Veranstalter, die Sonnenrot GmbH, hat überraschend entschieden, das Festival ab 2027 an einem neuen Standort außerhalb der Gemeinde auszurichten. Dabei ist die Entscheidung für die Gemeinde ein Schock: Erst im März 2025 wurde noch ein Vertrag unterschrieben, der das Fest eigentlich bis 2029 in Eching gesichert hatte.
Der Grund für den Absprung ist die fehlende Infrastruktur. Am bisherigen Gelände im Dr.-Enßlin-Park fehlten dauerhafte Anschlüsse für Wasser, Abwasser und Strom. Der Veranstalter musste diese Technik jedes Jahr mühsam neu aufbauen und wieder abbauen. Die Gemeinde betont, dass sie diese Anlagen im Park nicht hätte bereitstellen können, selbst wenn man früher über den Plan informiert worden wäre.
Die Gemeinde hat erst kurz vor der offiziellen Bekanntgabe erfahren, dass das Festival wegzieht. Man bedauert den Verlust sehr, da das Event mit seiner Lage am Echinger See ein besonderes Flair hatte und viele Besucher in die Region lockte.
Wer das Festival noch einmal in der gewohnten Umgebung erleben möchte, hat noch eine Chance: Im Jahr 2026 findet die Veranstaltung ein letztes Mal in Eching statt. Danach zieht das Event endgültig weiter.
Neben dem Festival gibt es weitere Neuigkeiten aus dem Ort. In Eching West kommt es in den Kalenderwochen 32 und 33 zu Nachtbauarbeiten an der Hollerner Straße 59. Wegen Betonierarbeiten kann es dort in den Nächten laut werden. Die genauen Termine werden Anfang der 32. Kalenderwoche direkt an der Baustelle ausgehängt.
Zudem gibt es eine Änderung beim Ortsbus der Linie 696 in Deutenhausen. Nachdem es zuletzt Verwirrung bei den Haltestellen in der Burgstraße gab, gilt seit dem 27. Juli 2026 wieder die alte Route. Der Bus startet und endet wieder an der Haltestelle auf Höhe der Zufahrt Am Anger. Dort gibt es nun ein Wartehäuschen mit Bank und Mülleimer.
Schwer wiegt zudem die finanzielle Lage der Gemeinde. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer sind stark eingebrochen: Waren es 2024 noch rund 9,13 Millionen Euro, sind es für 2026 nur noch etwa 6,2 Millionen Euro. Gleichzeitig steigen die Kosten für Personal, Kinderbetreuung und die Umlage an den Landkreis. Die Gemeinde muss deshalb ihre Rücklagen angreifen. Bis 2027 wird fast das gesamte Ersparte von ursprünglich 20,8 Millionen Euro aufgebraucht sein. Eine Haushaltssperre ist zwar aktuell nicht geplant, aber die Verwaltung wird künftig deutlich sparen und Ausgaben strenger prüfen.
Quelle: Eching – zur Originalmeldung