Duisburg: Schusswechsel in Hochfeld mit Verletzten
Am Dienstagabend, gegen 17:55 Uhr, ging in Duisburg (Nordrhein-Westfalen) der Alarm los. Mehrere Menschen beobachteten auf der Wanheimer Straße im Stadtteil Hochfeld einen Schusswechsel und riefen sofort die Polizei.
Als die Streifenwagen eintrafen, waren die Beteiligten bereits verschwunden. Doch direkt am Tatort fanden die Beamten einen 21-Jährigen, der verletzt worden war. Die Retter brachten den jungen Mann schnell in ein Krankenhaus. Er schwebt nicht in Lebensgefahr.
Die Polizei sperrte den Bereich sofort ab, um Spuren zu suchen. Dabei machten die Ermittler ein erschreckendes Bild: An Autos, an den Wänden von Häusern und sogar an Schaufensterscheiben klafften Einschusslöcher. In der Nähe des Tatorts fanden die Polizisten zudem eine Schusswaffe und nahmen sie mit.
Doch die Geschichte hat eine Wendung. Nach ersten Erkenntnissen gehört die gefundene Waffe wohl dem verletzten 21-Jährigen. Die Polizei geht davon aus, dass er selbst aktiv an dem Schusswechsel beteiligt war. Deshalb nahmen die Beamten den deutsch-türkischen Staatsangehörigen vorläufig fest. Ein Haftrichter hat am selben Dienstag einen Haftbefehl gegen ihn erlassen. Ihm wird versuchter Totschlag vorgeworfen.
Die Ermittler sind sich sicher, dass mindestens zwei Menschen an der Tat beteiligt waren. Die Polizei sucht deshalb nach weiteren Beteiligten. Bisher ist unklar, warum es zu dem Streit kam. Die Mordkommission prüft derzeit, ob es einen Zusammenhang zum Rocker- oder Clanmilieu gibt.
Die Polizei bittet nun um Hilfe. Wer den Schusswechsel gesehen hat oder etwas über die Beteiligten weiß, soll sich unter der Nummer 0203 2800 melden. Auch Menschen, die Fotos oder Videos von der Tat gemacht haben, sollen diese im Internet-Portal der Polizei hochladen.
Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen dauern an.