Duisburg: Polizisten beobachten Drogenhandel an Ampel
Am Mittwochnachmittag standen zivile Polizisten in Duisburg (Nordrhein-Westfalen) an einer roten Ampel. Sie befanden sich an der Kreuzung Albert-Einstein-Straße und Fiskusstraße. Während sie dort warteten, bemerkten sie drei junge Männer, die offensichtlich Drogen verkauften. Die Beamten sahen, wie die Gruppe Bargeld gegen kleine Druckverschlusstüten eintauschte.
Damit die Gruppe nicht entkommen konnte, riefen die Polizisten ein weiteres Streifenteam zur Unterstützung. Kurz darauf konnten die drei Menschen im Alter von 16 bis 21 Jahren in der Höhe der Alexstraße abgefangen und kontrolliert werden.
Bei der Durchsuchung eines 18-Jährigen fanden die Beamten mehrere Tütchen mit Cannabis und Haschisch. Außerdem nahmen sie ein Handy und Bargeld mit, das in kleinen Scheinen und Münzen zusammengestellt war – so wie es beim Drogenhandel üblich ist. Die Polizei nahm alles als Beweismittel mit.
Die Ermittler gingen daraufhin gegen den 21-Jährigen aus der Borussiastraße vor. Die Staatsanwaltschaft Duisburg beantragte beim Amtsgericht einen Durchsuchungsbeschluss für seine Wohnung. Bei der Durchsuchung vor Ort fanden die Polizisten eine größere Menge Cannabis. Zudem stellten sie Bargeld, eine Feinwaage und Material zum Verpacken der Drogen sicher.
Die drei jungen Männer müssen sich nun mit einem Strafverfahren beschäftigen. Das Kriminalkommissariat 24 hat die Ermittlungen übernommen. Ob und inwieweit sich die Beteiligten strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.