Duisburg: Jugendliche nach wilder Fahrt in leerem Gebäude gefasst
Alles begann in Issum-Sevelen (Kreis Kleve, Nordrhein-Westfalen). Dort wollten Polizisten einen Lada anhalten, weil die Kennzeichen des Wagens als gestohlen gemeldet waren. Doch der Fahrer ignorierte die Anhaltezeichen. Er gab Gas und raste mit hoher Geschwindigkeit davon. Dabei überfuhr er rote Ampeln und schaltete sogar das Licht aus, was andere Autofahrer in Gefahr brachte.
Die wilde Fahrt endete gegen 1:45 Uhr in Duisburg. Auf der Hochfeldstraße krachte der Lada gegen einen Stromverteilerkasten. Der Aufprall war so heftig, dass der Kasten komplett aus der Verankerung gerissen wurde. Als die Polizei eintraf, war das Auto leer, der Schlüssel steckte noch im Schloss. Eine Zeugin hatte beobachtet, wie vier Jugendliche vom Unfallort wegrannten.
Eine große Jagd begann. Beamte aus Kleve, Duisburg und von der Autobahnpolizei suchten das Gebiet ab. Sie wurden dabei von einem Hubschrauber und einem Diensthund unterstützt. Gegen 3:20 Uhr hörten Polizisten in der Wörthstraße verdächtige Geräusche aus einem leerstehenden Gebäude. Der Polizeihund führte die Beamten in einen Toilettenraum. Dort schlug das Tier lautstark vor verschlossenen Kabinen an. Schließlich öffneten drei Jugendliche im Alter von 14, 16 und 17 Jahren die Türen und wurden sofort festgenommen.
Die drei Jugendlichen kommen aus Dortmund. Da ihre Eltern sich weigerten, zur Polizeiwache zu kommen, wurden die Teenager nach den ersten Befragungen an das Jugendamt übergeben. Der beschädigte Lada wurde sichergestellt.
Das Verkehrskommissariat der Polizei Kleve ermittelt nun in dem Fall. Die Beamten wollen herausfinden, wer genau am Steuer saß, wem das Auto gehört und woher die gestohlenen Kennzeichen stammen. Ob und inwieweit sich die Jugendlichen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.