Dresden unterstützt Familien beim Schulstart mit Geld
Für rund 65.000 Schüler an 148 Schulen in Dresden (Sachsen) geht es wieder los. Doch der Schulstart kostet viel Geld. Schultaschen, Sportsachen oder das Ticket für den Bus belasten das Budget vieler Familien. Deshalb gibt es das sogenannte Bildungs- und Teilhabepaket.
Ein wichtiger Teil ist das Geld für den Schulbedarf. Insgesamt gibt es 195 Euro pro Jahr. Davon fließen 130 Euro direkt zum Start ins neue Schuljahr, die restlichen 65 Euro folgen zum zweiten Halbjahr. Wer dieses Geld bekommt, muss keine Belege für die Einkäufe vorlegen.
Neben dem Geld für Material gibt es noch weitere Hilfen. Die Kosten für das Mittagessen in der Schule, im Hort oder in der Kita werden komplett übernommen. Auch Ausflüge und Klassenfahrten werden bezahlt, solange es nicht um privates Taschengeld oder eigene Wanderschuhe geht. Wer zur Schule fahren muss, bekommt einen Zuschuss, was in Dresden vor allem das Bildungsticket betrifft. Wer zu Fuß oder mit dem Rad fährt, erhält keinen Zuschuss.
Auch außerhalb der Schule gibt es Unterstützung. Für Nachhilfe gibt es Geld, wenn die Schule bestätigt, dass das Kind diese Hilfe wirklich braucht. Zudem können Jugendliche unter 18 Jahren monatlich 15 Euro für Freizeitangebote bekommen, zum Beispiel für den Sportverein oder Musikunterricht. Das sind bis zu 180 Euro im Jahr.
Wer hat Anspruch auf das Geld? Das gilt für Familien, die Grundsicherungsgeld, Sozialhilfe, Asylbewerberleistungen, Wohngeld oder Kinderzuschlag beziehen. Wer bereits Grundsicherung, Sozialhilfe oder Asylbewerberleistungen bekommt, muss das Paket nicht extra beantragen; das läuft automatisch. Nur für die Nachhilfe ist ein eigener Antrag nötig.
Familien, die Wohngeld oder Kinderzuschlag erhalten, müssen den Antrag selbst stellen. Das geht schnell und einfach online. Wer aktuell keine Sozialleistungen bezieht, aber zum Beispiel eine Klassenfahrt nicht bezahlen kann, sollte prüfen, ob er einen Anspruch auf Grundsicherung beim Jobcenter hat.
Zuständig für die Auszahlung ist das Jobcenter (bei Grundsicherung) oder das Sozialamt (bei allen anderen Leistungen). Weitere Informationen gibt es unter www.dresden.de/bildungspaket.
Quelle: Dresden – zur Originalmeldung