Dresden plant digitale Verkehrstafeln und fragt Bürger
In Dresden (Sachsen) sollen digitale Informationstafeln im Stadtgebiet helfen, den Verkehr besser zu lenken. Die Stadt will wissen, welche Informationen die Autofahrer und Radfahrer wirklich brauchen und wie sie auf die Anzeigen reagieren. Deshalb läuft ab sofort eine Online-Umfrage unter https://smart-city-dresden.limesurvey.net/verkehrsinformationstafeln.
Das Ziel ist es, die Tafeln so effizient wie möglich zu gestalten. Wenn die Leute rechtzeitig sehen, wo es staut oder welche Bereiche belastet sind, verteilen sie sich besser in der Stadt. Das soll nicht nur den Verkehrsfluss verbessern, sondern auch die Abgase in stark belasteten Stadtteilen senken. Als Pilotgebiet für das Projekt wurde die Johannstadt ausgewählt.
Wer kein Internet hat oder die Umfrage lieber persönlich machen möchte, kann in der Johannstadt auf Experten mit Tablets treffen. Am Fetscherplatz sind diese am Donnerstag, 20. August 2026, von 10 bis 12 Uhr sowie am Dienstag, 25. August 2026, von 14 bis 16 Uhr vor Ort. Am Böhnischplatz gibt es die Möglichkeit am Mittwoch, 2. September 2026, von 14 bis 16 Uhr und am Dienstag, 8. September 2026, von 10 bis 12 Uhr.
Nach der Umfrage geht es im Oktober 2026 weiter: Dann werden erste Anlagen im Stadtgebiet erneuert oder ganz neu aufgestellt. Wer tiefer in die Planung einsteigen will, kann sich bei der Umfrage mit seiner E-Mail-Adresse vormerken lassen. Voraussichtlich im November 2026 soll es dann einen Intensiv-Workshop zur Gestaltung der Anzeigen geben.
Das Ganze ist Teil des Projekts „Smart City“ und des Bereichs „Umweltsensitives Verkehrsmanagement“. Hierbei arbeiten das Straßen- und Tiefbauamt, das Umweltamt und das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie zusammen. Es soll ein stuftiger Luftqualitätsindex entwickelt werden, der zusammen mit den Verkehrsdaten zeigt, wo man den Verkehr optimieren kann. Die Technische Universität Dresden unterstützt bei der Bürgerbeteiligung.
Insgesamt kostet das Teilprojekt rund 2,27 Millionen Euro. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) übernimmt dabei 65 Prozent der Kosten, den Rest zahlt die Stadt Dresden. Mit dem Geld werden vor allem Umweltsensoren installiert, die Daten ausgewertet und die digitalen Tafeln betrieben.
Quelle: Dresden – zur Originalmeldung