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Dresden: Bundespolizei schnappt Gesuchte und findet Waffen

Bei Kontrollen am Hauptbahnhof, am Flughafen und in Zügen in Dresden (Sachsen) hat die Bundespolizei mehrere Männer festgenommen und illegale Gegenstände sichergestellt.

Die Bundespolizei war am vergangenen Wochenende und in der Nacht zum Montag in Dresden (Sachsen) auf großer Jagd. Die Beamten führten Kontrollen am Hauptbahnhof, am Flughafen und in internationalen Fernzügen durch. Dabei gingen sie mehrere Männern auf den Grund, gegen die Haftbefehle vorlagen.

In den frühen Morgenstunden des Montags kontrollierten die Beamten einen 38-jährigen Tschechen in einem Zug aus Prag. Die Staatsanwaltschaft Chemnitz suchte den Mann wegen eines versuchten Diebstahls. Da er eine Geldstrafe von 1.975 Euro nicht bezahlen konnte, wurde er festgenommen. Bei der Durchsuchung fanden die Polizisten zudem ein Tütchen mit Amphetaminen. Der Mann wurde direkt in die JVA Dresden gebracht.

Auch am Hauptbahnhof und am Flughafen gab es Festnahmen. Ein 56-jähriger Pole konnte 210 Euro nicht bezahlen, die er wegen eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz schuldete. Er muss nun sieben Tage ins Gefängnis. Am Flughafen wurde ein 41-jähriger Tscheche geschnappt. Er war wegen eines besonders schweren Diebstahls gesucht und konnte 1.880 Euro nicht aufbringen. Er muss nun eine 47-tägige Haftstrafe absitzen. Ein 22-jähriger Deutscher, der wegen Bedrohung und Beleidigung gesucht wurde, kam jedoch frei, weil eine Begleitperson seine Strafe sofort vor Ort bezahlte.

Neben den Festnahmen fanden die Beamten gefährliche Gegenstände. Am 31. Juli kontrollierte eine Streife am Hauptbahnhof einen 19-jährigen Iraker, der gerade aus einem Zug aus Tschechien stieg. Dabei fielen weiße Kugeln aus seiner Geldbörse. Im Gepäck entdeckten die Polizisten eine Kaltgas-Waffe. Da der junge Mann keinen Waffenschein hatte, erstattete die Polizei Anzeige.

Im selben Fernzug (Linie LE 232) fiel ein 50-jähriger Tscheche auf, der keine Ausweisdokumente bei sich trug. Auf der Wache fanden die Beamten bei ihm Cannabis und einen Elektroschocker, der wie eine Taschenlampe aussah. Zudem hatte der Mann Werkzeug für Einbrüche dabei, darunter Zangen und einen Bolzenschneider. Die Polizei nahm die Werkzeuge sicher. Der Mann muss sich nun wegen Verstößen gegen das Waffengesetz und das Konsumcannabisgesetz verantworten.

Ob und inwieweit sich die Verdaechtigen strafbar gemacht haben, klaert nun die Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Dresden – zur Originalmeldung

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