Dresden: Brücke Budapester Straße wird nachts voll gesperrt
Wer in den Nächten vom 10. bis 12. August in Dresden (Sachsen) unterwegs ist, muss mit Einschränkungen rechnen. Die Brücke Budapester Straße sowie die Ammonstraße werden in diesem Zeitraum jeweils von 18 Uhr bis 6 Uhr komplett gesperrt. Das gilt für alle: Autos, Radfahrer und Fußgänger dürfen nicht passieren. Auch die Busse der DVB müssen umgeleitet werden.
Der Grund für die Sperrung ist ein großer Belastungstest. Die Stadt will wissen, ob die Brücke überhaupt noch sicher genutzt werden kann. Zuvor wurden bereits Notstützen eingebaut, um das Bauwerk zu sichern. Trotzdem gibt es Probleme mit den Spanndrähten, die sich wohl auch durch Temperaturschwankungen verändern.
Um die Stabilität zu prüfen, kommen vier spezielle Schwerlastfahrzeuge zum Einsatz. Diese fahren mit unterschiedlichen Laststufen über die Brücke. Zahlreiche Sensoren messen dabei genau, wie sich das Bauwerk verformt und ob neue Schäden entstehen. Am Montag, den 10. August, wird der Brückenzug C getestet, am Dienstag folgt der Brückenzug A. Der Mittwoch dient als Reserve-Tag.
Das Ganze ist ein teures Unterfangen: Die Tests kosten rund 900.000 Euro. Die Stadt hofft, dass die Daten zeigen, wie viel Gewicht die Brücke noch tragen kann. Nur wenn die Ergebnisse passen, kann über eine schrittweise Wiederinbetriebnahme entschieden werden.
Ob die Brücke nach den Tests wieder für den Verkehr freigegeben wird, hängt von der Auswertung der Messdaten ab. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.
Quelle: Dresden – zur Originalmeldung