Dortmunder Flughafen: Drei Menschen mit Haftbefehl geschnappt
Am Dortmunder Flughafen (Nordrhein-Westfalen) war das vergangene Wochenende für drei Reisende sehr schlecht gelaufen. Die Bundespolizei kontrollierte die Passagiere und stellte fest, dass gegen sie Haftbefehle vorlagen.
Alles begann am Samstagmorgen gegen 8:50 Uhr. Ein 57-jähriger Deutscher wollte gerade nach Tirana fliegen. Bei der Kontrolle kam jedoch heraus, dass er eine Geldstrafe von 2.500 Euro nicht bezahlt hatte. Da der Mann den Betrag nicht sofort aufbringen konnte, nahmen ihn die Beamten fest. Er wurde direkt in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Am Samstagnachmittag gegen 16:30 Uhr gab es den nächsten Fall. Eine 26-jährige Rumänin war gerade aus London-Luton eingereist. Gegen sie lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Duisburg vor. Sie hätte 30 Tagessätze zu je 15 Euro zahlen müssen, ansonsten drohten ihr 15 Tage im Gefängnis. Zuerst hatte die Frau das Geld nicht dabei. Doch dann tauchte ihr Ehemann bei der Bundespolizei auf und bezahlte die gesamte Summe. Mit der Quittung in der Hand durfte die Frau dann weiterreisen.
Am nächsten Tag, dem Sonntag, wurde es ernst. Gegen 10:05 Uhr kontrollierten die Polizisten einen 56-jährigen Esten, der nach Kattowitz fliegen wollte. Die Beamten prüften seine Daten und glichen seine Fingerabdrücke ab. Dabei kam heraus, dass die Staatsanwaltschaft Koblenz ihn suchte. Der Mann war wegen schweren Bandendiebstahls zu einer Strafe von fünf Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Er musste noch 738 Tage absitzen. Die Polizisten nahmen ihn fest und lieferten ihn in ein Gefängnis ein.
Ob und inwieweit weitere Ermittlungen in diesen Fällen laufen, ist nicht bekannt. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Bundespolizeidirektion Sankt Augustin – zur Originalmeldung