Dortmund will Extremismus mit neuem Plan bekämpfen
In Dortmund (Nordrhein-Westfalen) soll die Demokratie gestärkt werden. Die Stadtverwaltung hat dafür einen neuen Aktionsplan zur Prävention von Extremismus entwickelt. Dieser liegt nun den politischen Gremien vor, damit der Rat darüber entscheiden kann.
Bisher gab es seit 2011 einen Plan, der sich vor allem auf den Rechtsextremismus konzentrierte. Das soll sich nun ändern. Die Stadt will den Blick breiter fassen, weil sich die Gefahr verändert hat. Zwar bleibt der Rechtsextremismus das größte Problem, aber auch andere Formen von Menschenfeindlichkeit rücken stärker in den Fokus. Dazu gehören Antisemitismus, türkischer oder anderer Ultranationalismus sowie islamistische Ideologien.
Um den neuen Plan zu erstellen, hat die Stadt auf verschiedene Quellen gesetzt. Die Fachhochschule Münster hat die Lage wissenschaftlich untersucht. Außerdem haben sich Menschen aus der Stadtgesellschaft, Vereine und Mitarbeiter der Verwaltung in Workshops und Arbeitsgruppen ausgetauscht. Man will aus den Erfahrungen der letzten 20 Jahre lernen, in denen Dortmund bereits mit Projekten und einer Koordinierungsstelle für Vielfalt und Toleranz gearbeitet hat.
Die Präventionsarbeit soll sich künftig auf vier Schwerpunkte konzentrieren: Rechtsextremismus, Antisemitismus, Ultranationalismus und weitere menschenfeindliche Ideologien. Die Stadt will dabei vor allem auf Aufklärung, die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie die Unterstützung von Betroffenen setzen. Zudem sollen Netzwerke ausgebaut werden, um die Zivilgesellschaft stärker einzubinden.
Ob und wann der Plan genau so umgesetzt wird, entscheidet nun die Politik im Rat. Weitere Informationen finden Interessierte unter dortmund.de/demokratie.
Quelle: Dortmund – zur Originalmeldung