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Dortmund veröffentlicht neue digitale Hochwasser-Karten

DOKOM21 lädt Schulen zu Anti-Cybermobbing-Workshops ein. Foto: Oliver Schaper

Wer wohnt in einer gefährdeten Zone? Die Stadt zeigt nun genau, wo Bäche bei starkem Regen über die Ufer treten.

Hausbesitzer in Dortmund (Nordrhein-Westfalen) können jetzt prüfen, ob ihr Keller bei einem Hochwasser gefährdet ist. Die Stadtentwässerung hat erste detaillierte digitale Karten veröffentlicht. Aktuell geht es dabei um die Gebiete rund um die Marksbach und die Heisterbach in Hombruch und Hörde.

Die Karten zeigen genau, welche Flächen unter Wasser stehen, wenn die Flüsse über die Ufer treten. Das Ganze ist farblich markiert: Je dunkler das Blau, desto tiefer ist das Wasser. Die Skala reicht von flachen Bereichen unter 50 Zentimetern bis zu gefährlichen Tiefen von über vier Metern. Außerdem gibt es farbige Pfeile für die Strömung. Rote Pfeile warnen vor einer Geschwindigkeit von über zwei Metern pro Sekunde – das ist so schnell, dass es für Menschen und Gebäude richtig gefährlich wird.

Die Stadt unterscheidet dabei drei Fälle: Ein häufiges Hochwasser, das statistisch alle 10 bis 20 Jahre passiert, ein mittleres Ereignis alle 100 Jahre und ein extremes Hochwasser, das nur sehr selten vorkommt.

Es gibt einen wichtigen Unterschied zu den bereits bekannten Starkregen-Karten: Diese zeigen, wo sich Regenwasser ansammelt, wenn es einfach nur extrem stark regnet. Die neuen Karten schauen gezielt auf die Bäche und Flüsse. Im Geoportal der Stadt lassen sich beide Karten einzeln oder zusammen aufrufen.

Die Erstellung der Karten ist eine riesige Arbeit. Die Stadt muss jedes Flussbett und jede Brücke exakt vermessen. Das geht nicht einfach per Satellit oder Laser, weil das Wasser die Signale schluckt oder reflektiert. Deshalb entstehen die Pläne für das gesamte Stadtgebiet Schritt für Schritt über die nächsten Jahre. Die Stadtentwässerung arbeitet dabei mit dem Vermessungsamt, der Emschergenossenschaft und dem Lippeverband zusammen.

Wer wissen will, ob sein Grundstück betroffen ist, findet die Daten unter dortmund.de/geo. Dort klickt man bei den „Spezialplänen“ auf die Kachel „Starkregen und Hochwasser“.

Die Stadt bietet zudem eine Beratung an, um sich baulich vor dem Wasser zu schützen. Interessierte können eine Mail an [email protected] schreiben oder unter den Telefonnummern 0231 50 26793, 0231 50 16148 oder 0231 50 27841 anrufen.

Quelle: Dortmund – zur Originalmeldung

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