Dortmund: Mann schoss aus Fenster auf Wiese
Es war Donnerstagnachmittag, kurz nach 15 Uhr, als eine Zeugin in Sölde (Dortmund, Nordrhein-Westfalen) die Polizei rief. Sie hatte einen Mann beobachtet, der aus dem Fenster eines Mehrfamilienhauses heraus mit einer Waffe auf eine Wiese schoss.
Die Beamten rückten schnell an und stellten das Wohnhaus ab. Sie suchten das Gespräch mit dem 30-jährigen Bewohner der Wohnung. Der Mann ließ sich darauf ein, die Wohnung zu verlassen, und wurde von den Polizisten vorläufig festgenommen. Ob er unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol stand, war nicht zu erkennen.
Nach der Festnahme durchsuchten die Polizisten die Wohnung des Mannes. Dabei stießen sie auf eine große Menge an Messern und verschiedenen Schreckschusswaffen. Einige der Waffen sahen täuschend echt aus, darunter Softairwaffen und Modelle, die wie Sturmgewehre wirkten. Neben den Waffen fanden die Beamten auch Betäubungsmittel.
Bei den Waffen handelt es sich laut Polizei um sogenannte erlaubnisfreie Waffen. Diese kann man ab 18 Jahren ohne speziellen Schein kaufen, solange sie ein Zulassungszeichen der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt tragen. Trotzdem darf man sie nicht einfach in der Öffentlichkeit tragen oder irgendwo schießen, wo es nicht erlaubt ist. Zudem ergaben die Ermittlungen, dass der Mann ein offizielles Verbot hatte, Waffen und Messer zu tragen.
Auf der Wache wurde der Mann fotografiert und seine Fingerabdrücke genommen. Da es keinen Grund für eine Untersuchungshaft gab, durfte er nach den Maßnahmen wieder nach Hause gehen.
Jetzt stehen Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Waffengesetz und das Betäubungsmittelgesetz an. Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen zu den einzelnen Waffen dauern noch an. Es gilt die Unschuldsvermutung.