Dortmund: 16-Jähriger überfällt Frau in Dorstfeld
Es war Samstagmorgen, kurz nach fünf Uhr, als eine 53-jährige Frau in Dortmund-Dorstfeld (Nordrhein-Westfalen) durch die Arminiusstraße lief. In der Nähe der Hausnummer 30 passierte es plötzlich: Ein Mann griff sie von hinten an. Er packte ihren Rucksack und schleuderte die Frau mit voller Wucht zu Boden.
Während die Frau am Boden lag, wurde der Angreifer gewalttätig. Er trat und schlug auf sie ein und versuchte gleichzeitig, ihr den Rucksack wegzureißen. Die Frau schrie laut um Hilfe. Das weckte die Aufmerksamkeit von Menschen, die in ihren Wohnungen waren. Die Zeugen schrien den Täter an, woraufhin er die Tat abbrach und in Richtung Norden über die Arminiusstraße floh.
Ein Zeuge beobachtete den Flüchtigen kurz darauf an der Ecke Höfkerstraße und Arminiusstraße bei einem Getränkemarkt. Dann verlor er ihn jedoch aus den Augen. Die Polizei rückte aus und kesselte den Bereich um den Getränkemarkt ab. Bei der Suche fanden die Beamten den Verdächtigen. Er hatte versucht, sich in der Hocke vor den Polizisten zu verstecken, wurde aber entdeckt und sofort festgenommen.
Im Gebüsch am Tatort fanden die Polizisten zudem eine Umhängetasche und ein Mobiltelefon, die sie sicherstellten. Auf der Wache stellte sich heraus, dass der Verdächtige erst 16 Jahre alt ist und aus Dortmund kommt. Der Jugendliche hatte wohl getrunken und Drogen genommen. Zudem zeigte er einer Beamtin auf der Wache den Mittelfinger.
Die Polizei führte eine Identitätsfeststellung durch. Da die Voraussetzungen für eine Untersuchungshaft nicht vorlagen, holte die Mutter den Jugendlichen von der Wache ab. Die 53-jährige Frau blieb glücklicherweise körperlich unverletzt.
Nun steht der Jugendliche vor einem Strafverfahren wegen Straßenraubs und Beleidigung. Ob und inwieweit er sich strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.