Dortmund: 13-Jähriger bei illegalem Autorennen schwer verletzt
Es war Sonntagabend, gegen 21:20 Uhr, als es in Dortmund (Nordrhein-Westfalen) auf der Klönnestraße krachte. Ein 27-Jähriger in einem VW Arteon und ein 23-Jähriger in einem BMW X5 lieferten sich ein verbotenes Rennen. Beide Fahrer kamen aus Dortmund und rasten mit extrem hoher Geschwindigkeit in Richtung Süden.
Als sie etwa die Inselstraße erreichten, passierte das Unglück. Ein 13-jähriger Junge überquerte gerade die Straße. Der VW erfasste ihn mit voller Wucht. Der Junge wurde auf den Gehweg geschleudert und blieb dort schwer verletzt liegen. Menschen, die zufällig vor Ort waren, halfen dem Jungen sofort, bis die Retter eintrafen. Später wurde er in ein Krankenhaus gebracht. Zum Glück bestand keine Lebensgefahr.
Die Polizei griff hart durch. Sie nahm den beiden Fahrern die Führerscheine weg und stellte die Autos sowie deren Mobiltelefone sicher. Die Beamten prüften die Männer auf Alkohol und Drogen, doch beide waren nüchtern.
Der Unfall passierte in einer Zeit, in der die Polizei in Dortmund ohnehin verstärkt gegen die Raser- und Poserszene vorging. In der Nacht von Samstag auf Sonntag gab es einen großen Einsatz an verschiedenen Hotspots und auf dem Wall. Dort waren zeitweise rund 300 Autos unterwegs, die mit Lärm und Hupkonzerten die Anwohner störten. Bei diesem Einsatz erwischten die Beamten 162 Geschwindigkeitsverstöße, nahmen vier Autos wegen illegaler Umbauten mit und vollstreckten zwei Haftbefehle.
Nun ermittelt die Polizei gegen die beiden Fahrer des Unfalls wegen Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen und fahrlässiger Körperverletzung. Ob und inwieweit sich die Männer strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.