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Dornstadt plant Ganztagesschule und beteiligt Bürger

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Die Bühl-Grundschule soll spätestens bis zum Schuljahr 2028/2029 zur Ganztagesschule werden. Jetzt sollen die Eltern und Bürger mitentscheiden, wie das genau ablaufen soll.

In Dornstadt (Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg) steht eine große Änderung an der Grundschule an. Der Gemeinderat hat bereits im Oktober letzten Jahres beschlossen, dass die Bühl-Grundschule spätestens zum Schuljahr 2028/2029 eine Ganztagesschule wird. Doch wie genau das Ganztagesmodell aussehen soll, ist noch nicht geklärt.

Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder entscheiden die Eltern freiwillig, ob ihr Kind den ganzen Tag in der Schule bleibt. Das wäre flexibel, bedeutet aber mehr Organisationsarbeit und unterschiedliche Klassenformen. Die zweite Variante ist ein Pflichtmodell für alle Schüler. Das würde die Bildungsgleichheit fördern und die Planung für die Lehrer einfacher machen. In einer Ausschusssitzung hat die Rektorin der Eduard-Mörike-Grundschule aus Blaustein bereits die verpflichtende Variante vorgestellt. Der Gemeinderat möchte sich nun aber auch noch genau mit der freiwilligen Option beschäftigen.

Diese Entscheidung hat große Folgen für den Außenstandort Bollingen, wo derzeit die erste und zweite Klasse unterrichtet werden. Wenn die Gemeinde sich für das freiwillige Modell entscheidet, bleibt der Standort Bollingen vorerst unberührt. Allerdings ist das Gebäude dort teilweise veraltet. Eine Modernisierung würde laut Verwaltung etwa zwei Millionen Euro kosten.

Sollte sich die Gemeinde für die verpflichtende Ganztagesschule entscheiden, müsste dieses Modell auch in Bollingen gelten. Das geht dort mit den aktuellen Bedingungen aber nicht. Deshalb will die Gemeinde prüfen, ob es sinnvoll und machbar ist, alle Grundschulklassen an den Bildungscampus im Kernort zurückzuholen. Dort wird momentan ohnehin über Umstrukturierungen und Modernisierungen nachgedacht.

Damit die Entscheidung transparent erfolgt, schaltet die Gemeinde eine externe Stelle vom Land Baden-Württemberg ein. Diese „Servicestelle Dialogische Bürgerbeteiligung“ leitet den Prozess. Da das Land die Kosten übernimmt, kostet die Aktion die Gemeinde nichts. Zuerst treffen sich Vertreter der Verwaltung, der Schulleitung, Lehrer und Eltern an einem Runden Tisch. Sie sammeln alle wichtigen Themen und erstellen eine sogenannte Themenlandkarte. Diese wird online auf dem Beteiligungsportal BW veröffentlicht, wo jeder sie kommentieren kann.

Danach wird ein Arbeitskreis aus etwa 15 Menschen gegründet. Darin sitzen Leute aus dem Gemeinderat, der Verwaltung, der Schulleitung und Eltern. Die Gruppe trifft sich zu drei Sitzungen mit Experten, wägt die Vor- und Nachteile der Modelle ab und diskutiert über eine mögliche Schließung des Standorts Bollingen. Am Ende gibt es eine öffentliche Veranstaltung, bei der die Ergebnisse präsentiert werden. Laut Plan soll dies im November passieren, bevor der Gemeinderat die endgültige Entscheidung trifft.

Quelle: Dornstadt – zur Originalmeldung

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