Dobitschen: Abschlussklasse der Regelschule soll verlegt werden
In Dobitschen (Landkreis Altenburger Land, Thüringen) gibt es Streit um die Zukunft der Regelschule. Das Schulamt Ostthüringen aus Gera plant, die Abschlussklasse im nächsten Schuljahr nicht mehr vor Ort zu unterrichten, sondern die Schüler nach Schmölln zu verlegen.
Der Grund für diesen Schritt ist die Schülerzahl. Damit eine Klasse erhalten bleibt, müssen mindestens 14 Schüler darin sein. Aktuell besuchen zwar 18 Kinder die neunte Klasse, aber es ist unklar, wie viele davon tatsächlich den Realschulabschluss in der zehnten Klasse anstreben. Wenn die Zahl von 14 Schülern erreicht wird, bleibt die Klasse laut Schulamt in Dobitschen.
Die Eltern sind dagegen. Die Elternsprecher Annett Mehnert, Nicole Schwärmer und Cindy Tietz haben schriftlich gewarnt, dass die Kinder aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen würden. Sie fürchten, dass der längere Schulweg und die neue Lernumgebung mit anderen Lehrern die Leistungen der Schüler verschlechtern könnten. Das würde am Ende den Schulabschluss gefährden.
Auch die Lehrer sind betroffen. Da in Dobitschen Stunden wegfallen würden, müssten sie an andere Schulen pendeln. Ähnliche Pläne gibt es offenbar auch für die Regelschule in Lucka.
Politisch ist die Sache ebenfalls umstritten. Kritiker werfen dem Schulamt und dem Landratsamt vor, die Schulstrukturen einfach aufzulösen, ohne den Kreistag zu informieren. Eigentlich dürfte so eine Entscheidung nur vom Kreistag getroffen werden.
Ob die Verlegung tatsächlich stattfindet oder die Mindestschülerzahl erreicht wird, bleibt abzuwarten. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.
Quelle: Dobitschen – zur Originalmeldung