Dietenheim verbietet Treffen der Tuning- und Poser-Szene
In Dietenheim (Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg) hat die Stadtverwaltung eine klare Ansage an die Autotuning- und Poser-Szene gemacht. Mit einer offiziellen Allgemeinverfügung werden Treffen dieser Gruppen im gesamten Stadtgebiet untersagt. Das Verbot gilt sowohl für öffentliche Plätze als auch für private Grundstücke.
Die Stadt definiert die Zielgruppe genau: Zur Tuning-Szene zählen Fahrer, deren Autos an der Karosserie, dem Fahrwerk, dem Motor oder dem Auspuff verändert wurden. Als Poser gelten diejenigen, die ihre Wagen verkehrswidrig führen oder zur Schau stellen. Sobald mehr als fünf solcher Fahrzeuge zusammenkommen, gilt dies als verbotenes Treffen.
Die Behörden lassen bei Verstößen keine Spielräume. Werden Fahrer angetroffen, haben sie zehn Minuten Zeit, den Ort zu verlassen. Wer sich weigert oder erneut gegen das Verbot verstößt, muss mit harten Konsequenzen rechnen: Das Auto wird abgeschleppt und beschlagnahmt. Die Kosten für den Abschleppdienst betragen pauschal 350 Euro, dazu kommen noch die Gebühren für die Verwahrung.
Die Besitzer bekommen ihre Fahrzeuge nicht sofort zurück. Eine Herausgabe ist frühestens am darauffolgenden Montag möglich, sofern das Auto technisch sicher ist und alle Kosten bezahlt wurden.
Die Stadt setzt dieses Instrument bereits mehrfach ein, unter anderem an den Feiertagen Ende Dezember sowie im April. Ob die Verbote die Szene dauerhaft abschrecken oder nur kurzzeitig verdrängen, bleibt abzuwarten. Gegen die Verfügung kann innerhalb eines Monats Widerspruch bei der Stadtverwaltung eingelegt werden.
Quelle: Dietenheim – zur Originalmeldung