Dietenheim verbietet Treffen der Tuning- und Poser-Szene
In Dietenheim (Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg) hat die Stadtverwaltung eine klare Ansage an die Autotuning- und Poser-Szene gemacht. Mit einer offiziellen Allgemeinverfügung wurden Treffen dieser Gruppen im gesamten Stadtgebiet untersagt. Das Verbot gilt sowohl für öffentliche Plätze als auch für private Grundstücke und schließt alle Stadtteile mit ein.
Besonders deutlich wird die Regelung bei den konkreten Zeiträumen. So war beispielsweise ein Treffen vom 3. April 2026, 6 Uhr morgens, bis zum 5. April 2026, ebenfalls 6 Uhr, komplett verboten. Auch Ende 2025 gab es ein solches Verbot, das vom 27. Dezember ab 20 Uhr bis zum 28. Dezember um 6 Uhr galt.
Die Stadt definiert genau, wer unter die Regelung fällt: Zur Tuning-Szene gehören Fahrer, deren Autos an Karosserie, Motor, Auspuff oder Fahrwerk verändert wurden. Als Poser gelten diejenigen, die ihre Wagen zur Selbstdarstellung verkehrswidrig führen oder zur Schau stellen. Ein Treffen liegt bereits vor, wenn mehr als fünf solcher Fahrzeuge zusammenkommen.
Wer sich nicht an das Verbot hält, muss mit harten Konsequenzen rechnen. Wenn Fahrer nicht innerhalb von zehn Minuten auffordern, den Platz zu räumen, oder wenn sie erneut gegen das Verbot verstoßen, wird das Auto abgeschleppt. Das kostet die Besitzer mindestens 350 Euro plus die Gebühren für die Verwahrung. Zudem wird das Fahrzeug beschlagnahmt.
Die Autos werden nicht sofort wieder herausgegeben. In der Regel ist dies erst nach einer bestimmten Frist möglich, sofern das Fahrzeug technisch in Ordnung ist und alle Kosten bezahlt wurden.
Ob die Stadt diese Verbote auch in Zukunft regelmäßig ausspricht oder dauerhafte Lösungen sucht, bleibt abzuwarten. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.
Quelle: Dietenheim – zur Originalmeldung