Dietenheim verbietet Treffen der Tuning-Szene
In Dietenheim (Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg) gibt es nun klare Regeln für die Autotuning- und Poser-Szene. Die Stadt hat als Ortspolizeibehörde ein Verbot für Treffen dieser Gruppen ausgesprochen. Das betrifft das gesamte Stadtgebiet inklusive aller Stadtteile. Verboten sind die Treffen sowohl auf öffentlichen Plätzen als auch auf privaten Grundstücken.
Die Stadt definiert die Tuning-Szene als Fahrer, deren Autos technisch verändert wurden. Das gilt für die Karosserie, das Fahrwerk, die Motorleistung, den Auspuff oder die Bereifung. Zur Poser-Szene zählen alle, die ihre Autos zur Selbstdarstellung in verkehrswidriger Weise führen oder präsentieren. Sobald mehr als fünf solcher Fahrzeuge zusammenkommen, gilt dies als verbotenes Treffen.
Wer sich nicht an das Verbot hält, muss mit harten Konsequenzen rechnen. Wenn Fahrer die Aufforderung zum Auflösen nicht innerhalb von zehn Minuten befolgen oder erneut gegen das Verbot verstoßen, wird das Auto abgeschleppt. Die Kosten für das Abschleppen liegen bei 350 Euro, dazu kommen noch die Gebühren für die Verwahrung.
Zudem wird das abgeschleppte Fahrzeug beschlagnahmt. Die Besitzer bekommen ihr Auto erst zurück, wenn sie alle Kosten bezahlt haben und die Technik des Wagens für den Straßenverkehr sicher ist.
Die Stadt hat solche Verbote bereits mehrfach für bestimmte Zeiträume ausgesprochen, unter anderem Ende 2025 und Anfang 2026. Gegen diese Anordnungen kann man innerhalb eines Monats Widerspruch bei der Stadtverwaltung oder beim Landratsamt Alb-Donau-Kreis einlegen.
Quelle: Dietenheim – zur Originalmeldung