Dielheim schließt Kinderkrippe Tutulla Ende 2026
In Dielheim (Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg) gibt es schlechte Nachrichten für die Kinderkrippe Tutulla. Der Gemeinderat hat am 27. Juli 2026 beschlossen, die Einrichtung zum 31. Dezember 2026 endgültig zu schließen. Das Ergebnis der Abstimmung war knapp: Elf Ratsmitglieder stimmten dafür, acht waren dagegen.
Der Grund für den Aus ist vor allem, dass kaum noch Kinder in die Krippe kommen. Die Anmeldezahlen sinken schon seit Jahren. Ab 2027 wären es so wenige Kinder, dass die Personalplanung kaum noch Sinn ergibt. Rechnerisch stünde dann für jedes einzelne Kind eine voll ausgebildete Erzieherin bereit. Das ist pädagogisch zwar möglich, aber organisatorisch nicht mehr sinnvoll.
Zudem platzt der Gemeinde das Geld für die Einrichtung weg. Die jährlichen Kosten für Personal und Betrieb liegen bei rund 100.000 Euro. Da die Krippe aber nur etwa 16 Prozent dieser Summe selbst einspielt, muss die Gemeinde 84 Prozent der Kosten aus der eigenen Tasche zahlen. In der aktuellen Haushaltslage kann sich der Ort das nicht mehr leisten.
Für die Betroffenen gibt es jedoch Lösungen. Die Erzieherinnen und die Leitung der Tutulla verlieren ihre Arbeit nicht, sondern werden auf andere Kitas in der Gemeinde verteilt. Auch die Kinder, die aktuell dort sind oder sich angemeldet haben, bekommen einen Platz in einer anderen städtischen Einrichtung. Die Eltern werden vom Rathaus frühzeitig informiert und beim Wechsel unterstützt.
Ab dem Jahr 2027 wird die Gemeinde die gesparten Kosten für das Gebäude und die Unterhaltung in ihrem Haushalt einplanen. Die Personalplanung läuft wie gewohnt weiter, wobei vor allem anstehende Renteneintritte eine Rolle spielen.
Quelle: Dielheim – zur Originalmeldung