Deutschland fördert wieder mehr Erdgas
Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat den Jahresbericht für 2025 veröffentlicht. Die Zahlen zeigen ein gemischtes Bild für die heimische Energiegewinnung.
Beim Erdgas gibt es eine Überraschung. Bis zum 31. Dezember 2025 wurden 4,5 Milliarden Kubikmeter Rohgas gefördert. Das sind zwei Prozent mehr als im Jahr zuvor. Für den LBEG-Präsidenten Carsten Mühlenmeier ist das ein besonderes Ereignis. Seit 2003 ging die Gasförderung nämlich immer zurück. Erst jetzt gibt es wieder ein leichtes Plus.
Ein Teil dieser Menge kommt aus der Nordsee. Dort ist das Feld N05-A neu in der Statistik aufgetaucht. Rund vier Prozent der gesamten heimischen Förderung stammen von dort. Auf dem Titelbild des Berichts ist die Förderplattform an der Grenze zwischen Deutschland und den Niederlanden zu sehen.
Beim Erdöl sieht es anders aus. Hier sinken die Zahlen weiter. Die Förderung ging um etwa 4,2 Prozent zurück. Insgesamt wurden 1,6 Millionen Tonnen Erdöl aus dem Boden geholt.
Die Vorräte im Boden nehmen ebenfalls ab. Die Erdgasreserven sanken um 1,4 Milliarden Kubikmeter auf insgesamt 33,3 Milliarden Kubikmeter. Bei den Erdölreserven war der Rückgang geringer. Sie gingen um 0,5 Millionen Tonnen auf 20,7 Millionen Tonnen zurück. Bei beiden Rohstoffen konnten etwa zwei Drittel der geförderten Menge durch neu entdeckte Reserven ausgeglichen werden.
Andere Daten im Bericht bleiben stabil. Die Aktivitäten beim Bohren haben sich kaum verändert. Ein kleiner Lichtblick ist das Arbeitsgasvolumen in den Erdgasspeichern unter der Erde. Dieses hat sich um 0,1 Milliarden Kubikmeter auf insgesamt 22,7 Milliarden Kubikmeter erhöht.