Zum Inhalt springen
newssofort.de

Deutsches Waldbrand-Team im Einsatz bei Belgrad

Spezialkräfte aus Deutschland kämpfen in Serbien gegen starke Brände. Die Einheit ist nach einer langen Reise in der Region Deliblato eingetroffen.

Das deutsche EU-Waldbrandmodul GFFF-V DE1 ist am Montag gegen 16:30 Uhr in der Region Deliblato (östlich von Belgrad, Serbien) angekommen. Die Anreise war lang und führte über rund 1.500 Kilometer. Damit die Einsatzkräfte nicht zu erschöpft ankamen, gab es zwei Zwischenstopps. Einmal übernachteten sie in der staatlichen Feuerwehrschule in Regensburg, ein weiteres Mal bekamen sie Unterstützung von einer lokalen Feuerwehr im Südosten von Budapest.

Das Team ist so aufgestellt, dass es mehrere Tage am Stück im Schichtbetrieb arbeiten kann. Es besteht aus zwei Teams zur Brandbekämpfung, einer Einheit für Logistik und Verpflegung sowie der Führungsebene. Schon auf den letzten Kilometern bereiteten sich die Retter auf den sofortigen Einsatz vor. Da das Feuer sehr aktiv war, mussten sie bereits am Montagabend loslegen. Ihr Ziel war es, ein Bodenfeuer zu stoppen, damit es sich nicht weiter ausbreitet. Zuvor hatten Flugzeuge Wasser abgeworfen und andere internationale Teams versucht, die Intensität der Flammen zu senken.

Die Bedingungen vor Ort sind schwierig. Das Gelände ist so zerklüftet, dass man nur mit speziellen geländegängigen Löschfahrzeugen vorankommt. Oft müssen die Einsatzkräfte weite Strecken zu Fuß zurücklegen. Sie schleppen dann Löschrucksäcke, Handwerkzeuge und lange Schläuche mit sich.

Ein Vorauskommando war bereits am Sonntag vor Ort. Die Leute hatten sich dort mit dem lokalen Katastrophenschutz und der Feuerwehr abgestimmt, wo die Einheit am besten eingesetzt wird. Während ein Teil des Teams in der ersten Nachtschicht bereits Brände bekämpfte, baute der Rest auf einem Sportplatz die Basis auf. Dort wurden innerhalb weniger Stunden Zelte für die Unterkunft, Duschen und die Verpflegung aufgebaut, damit die Einheit unabhängig von der lokalen Infrastruktur arbeiten kann.

Der Einsatz dauert mindestens bis in die frühen Morgenstunden des 25. August 2026 an. Geplant ist, dass die Einheit auch darüber hinaus rund um die Uhr im Einsatz bleibt. Verbindungspersonen des EU-Katastrophenschutzes koordinieren die Arbeit, damit die Hilfe gezielt dort ankommt, wo sie gebraucht wird.

Quelle: Feuerwehr und Rettungsdienst Bonn – zur Originalmeldung

← Zurück zur Übersicht

Weitere Meldungen aus Bonn

Alle ansehen