Delmenhorst: Polizei stoppt gefährlichen Hochzeitskorso
Am Samstagnachmittag, dem 18. Juli 2026, kam es auf der B75 in Delmenhorst (Niedersachsen) zu einem ungewöhnlichen Polizeieinsatz. Gegen 16:46 Uhr war ein Hochzeitskorso mit insgesamt acht Fahrzeugen unterwegs. Die Autos kamen aus Richtung Bremen, doch das Verhalten der Beteiligten sorgte für Ärger bei anderen Autofahrern.
Die Insassen der Fahrzeuge hielten sich nicht an die Verkehrsregeln. Sie bremsten absichtlich ab und drückten so das Tempo für alle anderen auf der Straße massiv herunter. Das führte dazu, dass die nachfolgenden Fahrer gefährdet wurden. Zusätzlich zündeten die Leute im Korso Pyrotechnik und warfen die Knaller aus den Fenstern der fahrenden Autos auf die Straße.
Nachdem mehrere Zeugen die Polizei über die Situation informiert hatten, griffen die Beamten ein. Sie hielten den gesamten Korso an und kontrollierten alle acht Fahrzeuge. Dabei notierten die Polizisten die Personalien von 18 Menschen. Die Beteiligten waren zwischen 17 und 47 Jahre alt.
Der Spaß wurde teuer: Bisher hat die Polizei sieben Strafverfahren eingeleitet. Es geht dabei unter anderem um Nötigung, die Gefährdung des Straßenverkehrs und Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz. Erst nachdem alle Kontrollen abgeschlossen waren, durften die Leute ihre Fahrt zum Veranstaltungsort in Bremen fortsetzen. Sie kamen allerdings mit einer ordentlichen Verspätung an.
Die Polizei sucht nun nach weiteren Zeugen. Wer den Vorfall beobachtet oder vielleicht sogar mit dem Handy gefilmt hat, soll sich unter der Telefonnummer 04221/1559-0 melden. Die Beamten kündigten an, auch in Zukunft hart gegen solche Aktionen vorzugehen. Das kann im Zweifel auch die Beschlagnahmung von Führerscheinen oder Autos bedeuten.
Ob und inwieweit sich die Beteiligten strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Polizeiinspektion Delmenhorst / Oldenburg - Land / Wesermarsch – zur Originalmeldung