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Deggendorf führt neues Demokratie-Projekt für Kita-Kinder ein

Copyright und Urheber siehe Deggendorf

In Deggendorf sollen Vorschulkinder spielerisch lernen, wie Demokratie funktioniert. Ein neues Projekt mit Handpuppen und Theaterstücken startet zum Jahresende.

Die „Partnerschaft für Demokratie Deggendorf“ (Landkreis Deggendorf, Bayern) hat grünes Licht für ein neues Vorhaben gegeben. Oberbürgermeister Dr. Christian Moser war bei der Entscheidung dabei. Ziel ist es, dass Kinder schon vor der Schule erleben, wie demokratische Werte in der Praxis aussehen.

Das Projekt trägt den Namen „Kinder, Könige und die runde bunte Welt“. Über zwei bis drei Monate hinweg arbeiten die Kinder an elf verschiedenen Modulen. Dabei geht es zum Beispiel darum, wie man mit Ärger umgeht, wie man Diskussionen führt oder wie man Abstimmungen macht. Die Kindergärten Hafenbrädl, Rettenbach und Aman machen bei der Aktion mit.

Um den Kindern die Themen näherzubringen, kommen zwei Handpuppen zum Einsatz. Diese nutzen Methoden aus dem Theater und der Musik. Die Kinder bekommen zudem ein kleines Notizbüchlein, einen sogenannten Demokratiepass. Zum Abschluss gibt es ein Puppentheaterstück, das die gelernten Themen in einer Geschichte zeigt. Passend dazu gibt es ein Bilderbuch.

Die Kreativpädagogin Franziska Fröhlich aus Weidenberg stellt den pädagigischen Fachkräften das Projekt in einer Einführungsveranstaltung vor. Danach wird das Programm an die jeweilige Einrichtung angepasst. Das Personal wird bei der Umsetzung durch einen Leitfaden und Beratungen unterstützt.

Neben diesem Projekt gibt es weitere Pläne. Der Förderverein Hafenbrädl will mit „Spielend Sprache lernen“ die sprachliche Integration in der Kita verbessern. Zudem wird am 15. Dezember in der Kaufmännischen Berufsschule ein Theaterstück aufgeführt. Dieses erinnert an einen rassistisch motivierten Brandanschlag in Schwandorf vom 17. Dezember 1988, bei dem vier Menschen starben. Die Schauspielerin Anna Maria Sturm wird bei diesem Stück mitwirken.

Zusätzlich gibt es acht weitere Beiträge für die „Wochen der Begegnung“. Das Programm dazu wird bald veröffentlicht. Wer eigene Projektideen hat, kann sich per E-Mail an die Koordinierungsstelle unter [email protected] wenden.

Quelle: Deggendorf – zur Originalmeldung

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