Darmstadt will beim Entsiegelungs-Wettbewerb Platz 1
In Darmstadt (Hessen) wird derzeit mit Steinen gerechnet. Die Stadt nimmt am bundesweiten Wettbewerb „abpflastern“ teil, bei dem es darum geht, versiegelte Flächen wieder in Grünflächen zu verwandeln. Das Ziel ist eine bessere Anpassung an den Klimawandel. Aktuell liegt Darmstadt in der Kategorie der Großstädte auf dem zweiten Platz. Fast 16.000 Steine wurden bereits entfernt.
Der Wettbewerb läuft noch bis zum 31. Oktober. Damit die Stadt den ersten Platz erreicht, ruft die Verwaltung nun alle Bürger auf, mitzumachen. Egal ob Privatpersonen, Vereine, Schulen oder Firmen: Jeder entfernte Stein zählt für das gemeinsame Konto der Stadt. Selbst wenn es nur fünf Steine im eigenen Garten sind, die Platz für einen neuen Baum machen, hilft das dem Ergebnis.
Bisher gab es schon zwei größere Projekte. Ende April wurden nahe der Stiftskirche zusammen mit dem BUND und Anwohnern 32 Quadratmeter Fläche entsiegelt. Dort wachsen nun heimische Stauden und Gehölze, die die Umgebung kühlen. Ein weiteres Projekt gibt es am Ende der Gundolfstraße. Dort wurde eine etwa 300 Quadratmeter große Kiesfläche begrünt. Mit neuen Pflanzen und Blühmischungen wurde dort ein Lebensraum für Vögel und Insekten geschaffen.
Wer mitmachen will, kann seine Aktion online unter www.abpflastern.de dokumentieren. Dafür lädt man Vorher-Nachher-Fotos hoch und füllt ein Formular aus. Das Amt für Klimaschutz und Klimaanpassung hilft den Bürgern kostenlos bei der Planung. Wer wissen will, wie man eine Fläche am besten begrünt, kann sich per E-Mail an [email protected] melden oder unter den Telefonnummern 06151 13-4902 und 13-4900 anrufen.
Zusätzlich gibt es das Programm „Laub- und Nadelbäume“. Damit werden Pflanzungen von heimischen Baumarten auf den neu gewonnenen Flächen gefördert. Klimaschutzdezernent Michael Kolmer betont, dass die Entsiegelung die wirksamste Methode gegen Hitze in der Stadt ist, da Pflanzen durch Schatten und Verdunstung für Kühlung sorgen.
Quelle: Darmstadt – zur Originalmeldung