Darmstadt baut Anfahrschutz an der Synagoge
In Darmstadt (Hessen) wird die Sicherheit an der Synagoge in der Wilhelm-Glässing-Straße erhöht. Der Magistrat hat am Mittwoch entschieden, dort einen sogenannten Anfahrschutz zu installieren. Damit sollen die Mitglieder der jüdischen Gemeinde und alle Besucher vor Angriffen mit Fahrzeugen geschützt werden.
Die Maßnahme ist kein Zufall, sondern Teil eines größeren Plans. Das Hessische Landeskriminalamt hat ein Sicherheitskonzept für jüdische Einrichtungen in ganz Hessen entwickelt, das nun in der Stadt umgesetzt wird. Weil die Details wichtig für die Sicherheit sind, werden die Baupläne nicht öffentlich gezeigt.
Für den Einbau gibt es einige Arbeiten im Gehweg. Dort liegen Leitungen, die in ihrer Höhe oder Lage verschoben werden müssen, damit die Fundamente für den Schutz passen. Die Fahrbahn der Wilhelm-Glässing-Straße und die Bordsteine bleiben davon aber unberührt. Auch die Bäume in der Straße dürfen stehen bleiben.
Die Stadt betont, dass der Weg trotz kleiner Engstellen barrierefrei bleibt. Auch für die Feuerwehr und die Rettungsdienste gibt es keine Einschränkungen. Finanziert wird das Projekt nicht aus dem städtischen Budget; der Wissenschaftsstadt Darmstadt entstehen dadurch keine Kosten.
Oberbürgermeister Hanno Benz und Verkehrsdezernent Paul Georg Wandrey machen deutlich, dass die Stadt gegen Antisemitismus vorgeht. Angesichts der aktuellen Bedrohungslage wolle man Solidarität mit der jüdischen Gemeinde zeigen, die ein fester Teil der Stadt sei.
Quelle: Darmstadt – zur Originalmeldung