Dahlem plant klimafreundliche Wärmeversorgung für die Zukunft
In Dahlem (Kreis Euskirchen, Nordrhein-Westfalen) geht es darum, wie die Häuser in Zukunft geheizt werden. Die Gemeinde hat deshalb gemeinsam mit dem Team Wärmewende von e-regio eine Informationsveranstaltung organisiert. Etwa 60 Bürger kamen, um zu erfahren, wie der Plan für eine klimafreundliche und bezahlbare Wärmeversorgung aussieht.
Bürgermeister Jan Lembach begrüßte die Gäste, bevor Prof. Dr. Beate Braun den Abend moderierte. Stephan Nievelstein von e-regio erklärte den aktuellen Stand: In der Gemeinde gibt es insgesamt rund 1.910 Heizungsanlagen. Etwa 30 Prozent dieser Anlagen sind jünger als zehn Jahre, während rund 18 Prozent bereits älter als 30 Jahre sind. Im Jahr 2022 lag der gesamte Wärmebedarf bei etwa 52 Gigawattstunden, wovon 44 Gigawattstunden auf private Wohnhäuser kamen.
Die Teilnehmer konnten sich danach an vier verschiedenen Stationen, einem sogenannten Gallery Walk, genauer über die einzelnen Ortsteile informieren. Zum Ende des Abends gab es eine Podiumsdiskussion. Hier beantworteten der Bürgermeister, Pascal Diefenbach (Obermeister der Schornsteinfeger im Kreis Euskirchen), Jürgen Klein (stellvertretender Kreisobermeister der Kreishandwerkerschaft Heizung/Sanitär) und Manuel Thom von e-regio Fragen aus dem Publikum.
Aus den ersten Analysen geht hervor, dass es in einigen Ortsteilen Möglichkeiten für gemeinsame Wärmenetze oder Lösungen für ganze Quartiere gibt. Diese Punkte werden nun genauer untersucht. Zusätzlich sollen Maßnahmen für alle Haushalte entwickelt werden, um zum Beispiel die Energieeffizienz zu steigern. Wichtig für die Bewohner: Die Planung gibt eine Orientierung, schreibt den Haushalten und Firmen aber keine verbindlichen Vorgaben vor.
Der fertige Wärmeplan soll bis Mitte 2026 vorliegen. Dann wird er dem Gemeinderat zur Entscheidung vorgelegt. Die Präsentation der Veranstaltung und weitere Infos sind über die Kommunikationsplattform der Gemeinde abrufbar.
Quelle: Dahlem – zur Originalmeldung