Crailsheim kämpft gegen Tonnen von wildem Müll
In Crailsheim (Baden-Württemberg) gibt es ein Müllproblem. Fast täglich finden die Mitarbeiter des städtischen Baubetriebshofes Abfälle, die einfach irgendwo abgestellt wurden. Oft liegen die Verpackungen oder Flaschen direkt neben den öffentlichen Mülleimern, anstatt darin zu landen.
Das Spektrum ist groß: Es geht um Partymüll, aber auch um Bauschutt, alte Möbel, Reifen, Elektrogeräte oder Gartenabfälle. Besonders schlimm ist es auf dem Volksfestplatz. Da der Platz durch den Umbau attraktiver geworden ist, treffen sich dort wieder mehr Leute, vor allem Jugendliche. Das ist eigentlich positiv, aber leider wird dort jetzt auch viel mehr Müll illegal abgeladen.
Neben dem Volksfestplatz sind vor allem der Lammgarten, der Kreckelberg, der Karlsberg sowie Grillplätze und Ruhebänke außerhalb der Stadt betroffen. In der Kernstadt stehen eigentlich 360 Mülleimer bereit, die regelmäßig geleert werden. Trotzdem landen pro Jahr etwa 30 Tonnen Müll an unzulässigen Orten.
Das kostet die Stadt viel Geld. Allein für die Entsorgung der wilden Müllberge fallen 275 Euro pro Tonne an. Dazu kommen etwa 13.000 Euro für das Personal und die Fahrzeuge. Da die Verursacher meistens nicht gefunden werden, muss am Ende die Allgemeinheit für die Reinigung bezahlen.
Um das Problem in den Griff zu bekommen, kontrolliert der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) nun verstärkt den Volksfestplatz. Die Stadt bittet die Bürger, illegale Müllablagerungen oder Vandalismus zu melden. Das geht zum Beispiel über die Schadensmeldung auf der Homepage der Stadt. Wer seinen Müll richtig loswerden will, kann dies auf dem Wertstoffhof des Landkreises oder an den Sammelplätzen am Tierheim und in Wittau tun.
Die Stadt will Vandalismus und illegale Müllablagerungen konsequent zur Anzeige bringen. Ob die Verursacher ermittelt werden können, hängt oft von Hinweisen aus der Bevölkerung oder Beweisen ab, die im Müll gefunden werden.
Quelle: Crailsheim – zur Originalmeldung