Comic-Ausstellung Archicomics in Karlstadt eröffnet
Im Juli startete in Karlstadt am Main (Landkreis Main-Spessart, Bayern) die Wanderausstellung „Archicomics“. Zu sehen ist sie im Lesecafé der Stadtbibliothek. In der Ausstellung geht es darum, wie Architektur in Comics und Graphic Novels genutzt wird. Dabei ist die Architektur oft mehr als nur ein Hintergrund, sondern erzählt selbst eine Geschichte.
Die Plakate entstanden in einem Wahlfach an der Hochschule Karlsruhe (HKA) im Wintersemester 2019/2020. Die Studierenden haben in Zusammenarbeit mit dem Architekturschaufenster Karlsruhe große Analyse-Poster erstellt. Bevor die Arbeiten nach Karlstadt kamen, waren sie bereits in Karlsruhe, Stuttgart und Würzburg ausgestellt. Stefan Lehnert hat die Ausstellung nach Karlstadt geholt und die Gäste bei der Eröffnung mit einem Vortrag über die Geschichte der Comics begrüßt. Er sprach dabei auch über den Manga „One Piece“, der weltweit extrem erfolgreich ist.
Per Video meldete sich auch Dr. Simone Kraft zu Wort. Sie hatte die Studierenden an der Hochschule Karlsruhe betreut und erklärte die wissenschaftlichen Hintergründe des Projekts. Insgesamt untersuchen die Arbeiten zwölf verschiedene internationale Comics. Unter anderem geht es um „Der Magnet“ von Lucas Harari, „Die Mauern von Samaris“ von François Schuiten und eine Graphic Novel über die Architektin Charlotte Perriand.
Wer die Ausstellung besucht, kann in der Bibliothek nicht nur die Poster anschauen. Einige der besprochenen Graphic Novels liegen dort aus und können direkt ausgeliehen werden. Bürgermeister Michael Hombach und Bibliotheksleiter Thomas Schreck sehen darin eine gute Ergänzung für das Angebot an modernen Comics für Erwachsene.
Die Ausstellung läuft noch bis Anfang September. Für Kinder gibt es am 21. August eine weitere Aktion: Im Rahmen des Sommerferienleseclubs leitet der Illustrator Martin Armbruster aus Würzburg einen Workshop zum Comiczeichnen.