Cloppenburg: Zeitkapsel für Millionen-Schulprojekt versenkt
In Cloppenburg (Landkreis Cloppenburg, Niedersachsen) ist ein riesiges Bauprojekt gestartet. Am Lankumer Ring entstehen neue Gebäude für die BBS Technik und ein modernes Lebensmitteltechnikum. Das Ganze kostet bis zu 72,25 Millionen Euro. Um diesen Moment festzuhalten, haben Landrat Johann Wimberg und Ministerpräsident Olaf Lies eine Zeitkapsel direkt in den Beton der Fundamentplatten gesetzt. Geholfen haben ihnen dabei die Schüler Noah Siemer und Moritz Niehaus.
In der Kapsel stecken Dinge, die heute zum Alltag gehören: ein Smartphone, ein Taschenrechner und ein Geodreieck. Ministerpräsident Lies legte noch einen Werbekugelschreiber des Landes Niedersachsen dazu. Aber das Wichtigste sind die Briefe und kleinen Kunstwerke der Schüler. Sie haben aufgeschrieben, was sie heute bewegt und was sie sich für die Zukunft hoffen. In etwa 60 oder 70 Jahren soll die Kapsel wieder ausgegraben und geöffnet werden.
Das Projekt ist mehr als nur ein neuer Schulbau. Es entsteht ein Campus-Modell, das es so in ganz Deutschland nicht gibt. Besonders das Lebensmitteltechnikum soll ein echtes Schaufenster für die Branche werden. Dort gibt es unter anderem ein KI-Labor und eine Produktion im kleinen Maßstab, bei der man den Schülern quasi über die Schulter schauen kann.
Auch auf die Umwelt wurde geachtet. Ein Teil der Klinkersteine für die Gebäude kommt aus Berlin-Wilmersdorf. Die Steine stammen aus dem Jahr 1970 und werden nun wiederverwendet. Das spart im Vergleich zu neuen Steinen rund 95 Prozent der CO2-Emissionen. Die Gebäude sollen zudem flexible Wände haben, damit man die Räume schnell an den Unterricht anpassen kann. Nachts öffnen sich die Fenster automatisch, um die Räume natürlich zu kühlen.
Finanziert wird das Vorhaben durch eine Mischung aus Geldern vom Land, vom Bund und der KfW. Auch die regionale Wirtschaft hat sich mit über 1,2 Millionen Euro beteiligt. Wenn alles nach Plan läuft, sind die neuen Gebäude im Mai 2029 fertig.