Cloppenburg baut neues Mobilitätszentrum: Pfähle kommen in den Boden
In Cloppenburg (Landkreis Cloppenburg, Niedersachsen) wird derzeit das neue Mobilitätszentrum „MobiZ“ errichtet. Jetzt starten die Gründungsarbeiten an der Bürgermeister-Heukamp-Straße. Da der Boden an dieser Stelle schwierig ist, reicht ein normales Fundament nicht aus. Das Gebäude wird deshalb auf einer sogenannten Pfahlgründung aufgestellt.
Insgesamt bringen die Bauarbeiter 172 Pfähle in die Erde. Diese werden unter den Längsfronten und den beiden Parkhaus-Spindeln platziert. Die Betonpfähle sind 50 Zentimeter dick und werden zwischen 13 und 15 Meter tief in den Boden gebohrt. Dabei wird die Erde nicht einfach herausgeholt, sondern durch das Bohrwerkzeug zur Seite gedrückt und verdichtet. Das sorgt dafür, dass das Gebäude später einen wirklich stabilen Untergrund hat.
Der Ablauf ist präzise: Erst wird das Loch gebohrt, dann kommt die Stahlbewehrung hinein und am Ende wird alles mit Beton verfüllt. Wenn der Beton hart ist, werden die Pfähle durch Platten oder Balken miteinander verbunden. Diese Phase wird etwa vier bis sechs Wochen dauern. Danach kann der eigentliche Rohbau starten.
Für Autofahrer gibt es eine Einschränkung: Damit keine Autos beschädigt werden, sind rund 20 Parkplätze an der Bürgermeister-Heukamp-Straße für etwa eine Woche gesperrt. Die Stadt bittet zudem darum, die Absperrungen der Baustelle zu respektieren. Einige Fahrer hatten versucht, ihre Autos auf der Schotterfläche innerhalb des Bauzauns abzustellen. Das ist gefährlich und verboten. Wer dort parkt, riskiert Schäden am Wagen oder dass sein Auto abgeschleppt wird.
Wer trotzdem in die Innenstadt will, kann derzeit auf den Marktplatz oder den großen Parkplatz des Krankenhauses an der Soestenstraße ausweichen. Das Ziel des Projekts ist es, den Verkehr in der Stadt besser zu lenken und mehr Platz für Menschen zu schaffen.