Celle setzt auf Ökostrom und Mehrweggeschirr
Celle (Landkreis Celle, Niedersachsen) möchte zeigen, wie Umweltschutz im Alltag funktioniert. Bereits seit 2017 trägt die Stadt das Zertifikat als „Nachhaltige Destination“. Damit ist sie die erste Stadt in Norddeutschland, die diese Auszeichnung erhalten hat.
Eine wichtige Rolle spielen dabei die Stadtwerke Celle. Das Unternehmen produziert und verkauft Ökostrom direkt vor Ort. So gibt es zum Beispiel Photovoltaik-Anlagen auf der Park+Ride-Anlage am Bahnhof. Diese sparen jedes Jahr 403 Tonnen CO2 ein. Ein weiteres Kraftwerk nutzt die Wasserkraft gegenüber dem Celler Schloss. Dort werden jährlich 2,5 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt, was die CO2-Bilanz um weitere 1.800 Tonnen verbessert.
Wer ein Elektroauto oder ein E-Bike fährt, kann diesen Strom an speziellen Stationen nutzen. Lademöglichkeiten gibt es in den Parkhäusern Nordwall und Südwall sowie in der Tiefgarage der Celler Congress Union. Für E-Bike-Fahrer gibt es zudem Schließfächer, in denen die Akkus geladen werden können.
Auch beim Wasser wird auf den Naturschutz geachtet. Die Stadtwerke kümmern sich um das Wasserschutzgebiet Henneckenmoor, um seltene Tiere und Pflanzen zu schützen. Zudem setzen Tochterfirmen wie das Celler Badeland, die Parkbetriebe und der Wohnmobilstellplatz auf nachhaltige Konzepte.
In der Innenstadt gibt es weitere Maßnahmen für Besucher und Anwohner. Seit 2020 stehen Trinkbrunnen bereit, damit man seine Flaschen einfach wieder auffüllen kann. Bei großen Events wie dem Weihnachtsmarkt gibt es seit 2018 eine feste Regel: Nur wer Mehrweggeschirr oder biologisch abbaubares Einweggeschirr nutzt, darf einen Stand betreiben.
Für andere Veranstalter in der Region hat die Stadt einen Leitfaden erstellt. In diesem Dokument stehen Tipps, wie man Feiern und Events umweltfreundlicher organisieren kann. Das Ziel ist es, dass mehr Menschen ihr Verhalten ändern und Nachhaltigkeit zum Standard wird.
Quelle: Celle – zur Originalmeldung