Carsten Theumer erhält Halleschen Kunstpreis 2026
Der Künstler Carsten Theumer bekommt den Halleschen Kunstpreis 2026. Damit wird sein Lebenswerk gewürdigt, das weit über die Region Halle (Saale, Sachsen-Anhalt) hinaus bekannt ist. Die feierliche Übergabe findet am 6. November 2026 im Literaturhaus Halle statt. Gleichzeitig wird dort eine große Ausstellung mit seinen Werken eröffnet.
Der Preis wird seit 2008 jedes Jahr gemeinsam von der Stadt und dem Halleschen Kunstverein e. V. vergeben. Finanziert wird das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro durch die Stiftung der Saalesparkasse.
Carsten Theumer wurde 1956 in Zeitz geboren und studierte in Halle Bildhauerei an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein. Dort arbeitete er später auch als künstlerischer Mitarbeiter, bis er in Pension ging. Seit dem Jahr 2000 lebt er mit seiner Frau Susanne, die Grafikerin ist, in Höhnstedt im Saalekreis.
International ist Theumer vor allem für seine kleinen Arbeiten wie Medaillen, Münzen und Kleinplastiken bekannt. Er hat bereits viele Preise gewonnen, unter anderem in den USA und Großbritannien. Aber auch große Projekte gehören zu seinem Werk: So schuf er die Glocke „Osanna“ für die Nikolaikirche in Leipzig, den Vogelfängerbrunnen in Naumburg sowie Holzreliefs für den Magdeburger Landtag. In Halle selbst ist vor allem der überlebensgroße „Schweinehirt“ am Hallmarkt bekannt, den er zwischen 2021 und 2023 fertigstellte. Zudem entwarf er die Plastik für den Bürgerpreis „Der Esel, der auf Rosen geht“.
Seine Arbeiten hängen in bedeutenden Museen, etwa im Britischen Museum in London oder in den Staatlichen Museen zu Berlin. Die Entscheidung über den Kunstpreis trifft ein ehrenamtliches Kuratorium aus Vertretern der Stadt, des Kunstvereins sowie aus Wirtschaft und Wissenschaft.