Burglengenfeld erhält wertvolle Forschungsunterlagen zu Johann Michael Fischer
In Burglengenfeld (Landkreis Schwandorf, Bayern) gibt es einen wichtigen Zuwachs für die Stadtgeschichte. Franz Peter aus Ecking hat sich entschieden, seine umfangreichen Forschungsunterlagen dauerhaft dem Fischer-Archiv im Oberpfälzer Volkskundemuseum zu überlassen. Peter ist Architekt, Denkmalpfleger und Restaurator. Er erforscht schon seit Jahrzehnten die Gebäude des Baumeisters Johann Michael Fischer, der von 1692 bis 1756 wirkte.
Am vergangenen Donnerstag war es so weit: Franz Peter, der auch der erste Vorsitzende der Johann Michael Fischer-Gesellschaft ist, brachte eine ganze Kofferraumladung an Dokumenten ins Museum. Die zweite Vorsitzende Dr. Margit Berwing-Wittl und der Archivar Dr. Thomas Barth nahmen die Unterlagen entgegen. Dabei handelt es sich vor allem um Plankopien, eigene Rekonstruktionszeichnungen, Fotografien und verschiedene Forschungsunterlagen.
Im Museum werden die Bestände nun geordnet und katalogisiert. In den drei Räumen im Erdgeschoss des Museums werden bereits einige der bedeutendsten Kirchen von Fischer ausgestellt. Dort gibt es auch eine kleine Bibliothek und Unterlagen von Ausstellungen aus den Jahren 1986 und 1995. Sobald die Museumsleitung neu besetzt ist, können Fachleute und Hobbyforscher die neuen Unterlagen auf Anfrage für ihre eigenen Studien nutzen.
Zusätzlich gibt es bald eine weitere Neuigkeit für Interessierte: In einigen Wochen präsentiert die Johann Michael Fischer-Gesellschaft die neueste Veröffentlichung. Es handelt sich dabei um das Werk von Katharina Blohm über die Planzeichnungen von Johann Michael Fischer und seinen Mitarbeitern.